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Altersarmut: Immer mehr Rentner arbeiten

Archivmeldung vom 10.02.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.02.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Arbeitende Renter: Warum nicht gleich lebenslang Renteneinzahlungen machen und gar keine Rente mehr erhalten? (Symbolbild)
Arbeitende Renter: Warum nicht gleich lebenslang Renteneinzahlungen machen und gar keine Rente mehr erhalten? (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Wegen Altersarmut arbeiten mehr Sachsen-Anhalter über das 65. Lebensjahr hinaus. "Jeder dritte Betrieb versucht, rentenberechtigte Mitarbeiter zu halten, weil der Weggang eine große Lücke hinterlassen würde", sagt der Chef der Landesarbeitsagentur, Kay Senius der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung.

Er bezieht sich auf eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Laut Bundesagentur für Arbeit gab es im Juni 2007 in Sachsen-Anhalt 1 445 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, die 65 Jahre und älter waren. Zehn Jahre später sind es 5 546. Von diesen haben 1 360 Personen die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht, die schrittweise auf 67 Jahre angehoben wurde. Diese könnten also nur mit Abschlägen vorzeitig in Rente gehen. Noch verbreiteter ist die Annahme einer geringfügigen Beschäftigung. Sogenannte Minijobs bis 450 Euro im Monat hatten im Juni 2007 etwa 13 241 Frauen und Männer im Rentenalter aufgenommen, Mitte 2017 waren es bereits 20 560. In Bezug auf die insgesamt 792 000 Arbeitnehmer im Land sind die Zahlen jedoch noch vergleichsweise niedrig.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)

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