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Euro-Schuldenkrise: Wirtschaftsweiser Franz rechnet nicht mit Massenentlassungen

Archivmeldung vom 18.07.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.07.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de

Vor dem Hintergrund der jüngst angekündigten Entlassungen bei deutschen Konzernen wie Karstadt, RWE oder Metro rechnet der Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Wolfgang Franz, nicht mit einem Einbruch am deutschen Arbeitsmarkt.

Der Wirtschaftsweise Franz sagte der "Bild-Zeitung": "Die aktuellen Stellenstreichungen beruhen auf spezifischen Problemen der jeweiligen Firmen. Grund ist nicht die aktuelle Wirtschaftsentwicklung. Die Deutschen sollen sich also nicht verrückt machen lassen. Es droht keine Kündigungswelle über sie hereinzubrechen." Allerdings sei die Schulden-Krise im Euro-Raum nicht förderlich für den deutschen Arbeitsmarkt. "Die deutsche Wirtschaft wird 2012 voraussichtlich nur um bescheidene 0,8 Prozent wachsen. Das ist alles andere als förderlich für den Arbeitsmarkt. Er leidet unter der schwachen Nachfrage nach deutschen Exportgütern aus der Eurozone und dem schrumpfenden Wachstum in wichtigen Partnerländern."

Auch Arbeitsmarktexperte Enzo Weber vom Forschungsinstitut IAB der Bundesagentur für Arbeit rechnet nicht mit Massenentlassungen in Deutschland. "Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist noch recht gut. Es geht aber nicht mehr so bergauf wie in den letzten Jahren. Ein Grund ist die Euro-Krise. Sie hinterlässt jetzt Spuren in Deutschland", erklärte Weber. Mit einer Flut von Massenentlassungen sei aber nicht zu rechnen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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