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Deutsche Energieagentur fordert raschen Ausbau von Stromspeichern

Archivmeldung vom 06.10.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.10.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: androm31 / pixelio.de
Bild: androm31 / pixelio.de

Die "Deutsche Energie-Agentur" (Dena) sieht erheblichen Bedarf für den Ausbau von Stromspeichern. Das geht aus einem Positionspapier der Dena hervor, das dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) vorliegt. "Stromspeicher sind unverzichtbar für die Energiewende", sagte Dena-Chef Stephan Kohler. Wer etwas anderes behaupte, schade der Energiewende und setze die Versorgungssicherheit aufs Spiel.

Die Dena reagierte damit auf Studien aus den vergangenen Wochen, die zu dem Ergebnis kommen, Stromspeicher seien für den Erfolg der Energiewende zunächst nicht entscheidend. Studien mit diesem Tenor waren zuletzt vom Thinktank Agora und vom Fraunhofer-Institut vorgelegt worden. Das Thema steht am Mittwoch auf der Agenda einer Fachtagung im Bundeswirtschaftsministerium.

Schwäche der bislang vorgelegten Studien sei, dass sie vielfach von idealisierten Rahmenbedingungen ausgingen und Probleme nicht berücksichtigten, die jetzt schon ersichtlich seien, kritisiert die Dena. Dazu zählt die Agentur Verzögerungen beim Netzausbau und bei der Verwirklichung eines europäischen Energiebinnenmarkts. Auch würden die Potenziale der Abschaltung großer Stromverbraucher als Flexibilisierungsoption regelmäßig überschätzt.

Stromspeicher können nicht nur kurzfristig Schwankungen in der Stromerzeugung ausgleichen, sondern auch überschüssigen Strom aus Wind- und Solarkraftwerken aufnehmen und später in das System einspeisen. "Ich fühle mich an die Diskussion über den Netzausbau erinnert. Wir haben zehn Jahre verloren, weil wir den Bedarf an neuen Netzen zunächst verleugnet haben. Das darf sich bei Stromspeichern nicht wiederholen", warnte Dena-Chef Kohler.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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