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Bombardier-Übernahme: Alstom-Chef gibt keine Stellengarantie

Archivmeldung vom 18.02.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.02.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Elektrotriebzüge des Typs Bombardier Talent 2
Elektrotriebzüge des Typs Bombardier Talent 2

Foto: Andreas Müller
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Vorstandsvorsitzende des französischen Bahnherstellers Alstom, Henri Poupart-Lafarge, will den deutschen Arbeitnehmern im Zuge der geplanten Übernahme des kanadischen Konkurrenten Bombardier keine Stellengarantien geben. Die Auslastung der Werke werde "davon abhängen, wie wir Aufträge gewinnen", sagte Poupart-Lafarge der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

"Aber natürlich haben unsere Standorte in Deutschland große industrielle Fähigkeiten, die Nachfrage in Deutschland ist groß, und wir haben viel in die Modernisierung unserer Anlagen investiert", so der Alstom-Chef weiter. Er habe "großes Vertrauen, dass die Mitarbeiter von Alstom und Bombardier die nötigen Ausschreibungen gewinnen können, um unsere Fabriken auszulasten", sagte Poupart-Lafarge.

Werksschließungen seien nicht das Ziel der Übernahme. Alstom beschäftigt in Deutschland rund 2.600 Mitarbeiter, bei Bombardier sind es etwa 6.800 einschließlich des Konzernsitzes der Transportsparte in Berlin. Alstom hat in dieser Woche die Übernahme des angeschlagenen Bahnherstellers Bombardier für rund 6 Milliarden Euro angekündigt. Wenn die EU-Kommission die Transaktion genehmigt, entstünde dem Umsatz nach der zweitgrößte Schienenfahrzeug-Hersteller der Welt nach dem staatlichen chinesischen Anbieter CRRC. Im vergangenen Jahr hatte die EU-Kommission die Fusion von Alstom und Siemens aufgrund von Wettbewerbsbedenken auf dem europäischen Markt abgelehnt. Poupart-Lafarge ist aber zuversichtlich, diesmal die Genehmigung aus Brüssel zu bekommen. Alstom sei als Käufer der tonangebende Akteur und hält sich daher für flexibler als beim Fusionsprojekt mit Siemens.

"Wir glauben, auf mögliche Bedenken leichter eingehen zu können als beim Projekt Siemens-Alstom", sagte Poupart-Lafarge der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Zudem stelle sich "das Thema heute ganz anders dar". Bei der Fusion mit Siemens sei die Signaltechnik die größte Hürde gewesen. Doch Bombardier habe in diesem Bereich wenig anzubieten. "Bei den Hochgeschwindigkeitszügen, die der Kommission ebenfalls Sorge bereiteten, tritt Bombardier nur zusammen mit Hitachi auf. Sie sind auch auf diesem Markt viel weniger präsent als Siemens und Alstom", so der Manager.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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