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Arbeitgeberchef wäre als 15-Jähriger bei "Fridays for Future" gewesen

Archivmeldung vom 24.07.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.07.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Ingo Kramer, Vereinspräsident des BDA e.V.
Ingo Kramer, Vereinspräsident des BDA e.V.

Bild: Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V. (BDA)

Der Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, wäre als Jugendlicher auch Teil der "Fridays-for-Future"-Bewegung gewesen. "Wenn ich heute 15 wäre, dann wäre ich wahrscheinlich auch dabei", sagte Kramer den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".

Eine "schnelle Veränderung einzufordern und das auch mal laut", sei das Vorrecht jeder jungen Generation. Dennoch müssten auch andere Aspekte bedacht werden: "Wir alle haben aber auch Verantwortung für die Menschen, die heute von ihrer Arbeit leben müssen. Und da sage ich: Diese Anpassung braucht ihre Zeit, wenn wir soziale Verwerfungen vermeiden wollen", so der BDA-Präsident weiter. Er hätte nach eigenen Angaben auch keine Angst vor einer möglichen Kanzlerschaft von Grünen-Chef Robert Habeck.

"Ich bin kein ängstlicher Typ – und ich hätte auch vor einem Kanzler Robert Habeck keine Angst", sagte Kramer. In der Regierungsverantwortung in Schleswig-Holstein habe Habeck "unter der Führung von Ministerpräsident Günther in der Jamaika-Koalition zumindest ein Händchen dafür" gehabt, "ökologische Wünsche und ökonomische Notwendigkeiten zusammenzubringen", sagte der Arbeitgeberpräsident. Da habe Habeck "den Realitäts- und Verantwortungstest bestanden", so Kramer weiter. Das Programm der Grünen spreche allerdings auf vielen Gebieten eine andere Sprache.

"Es ist Aufgabe der Politik, realistische Ziele festzulegen, wie schnell der CO2-Ausstoß gesenkt werden muss. Die technische Lösung aber muss sie den vielen klugen Entwicklern, Ingenieuren und Physikern überlassen", so der BDA-Präsident. Die deutsche Automobilindustrie gerate unter Druck "weil die Politik voll auf batteriegetriebene Elektromobilität setzt, obwohl wir noch gar nicht wissen, ob das der Stein der Weisen ist. Was ich angesichts der Energiebilanz bezweifle", sagte Kramer den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". Die Japaner setzten stattdessen auf die Brennstoffzelle. "Auch da dürfen wir den Anschluss nicht verlieren, wie auch bei anderen zukünftigen Lösungen", so der Arbeitgeberpräsident weiter.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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