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Knapp jeder Vierte wechselt aus dem Beruf direkt in die Rente

Archivmeldung vom 06.11.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.11.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Doris Oppertshäuser
Bild: Michael Bührke / pixelio.de
Bild: Michael Bührke / pixelio.de

Knapp jeder vierte Ruheständler ist im Jahr 2012 aus einer versicherungspflichtigen Beschäftigung heraus in die gesetzliche Altersrente gegangen. 23,9 Prozent der insgesamt rund 614.000 Betroffenen verfügten unmittelbar zuvor über einen entsprechenden Job. Das geht nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" aus einer aktuellen Statistik der Deutschen Rentenversicherung hervor.

Demnach befanden sich im Jahr 2012 die meisten Neurentner zuvor in der Freistellungsphase der Altersteilzeit oder waren arbeitslos beziehungsweise nicht mehr bei den Arbeitsagenturen gemeldet. Noch problematischer ist die Situation, wenn man nur den Kreis der Neurentner betrachtet, der 2012 eine abschlagsfreie Rente in Anspruch nahm. Laut Gesetz war das erst im Alter von 65 Jahren und einem Monat möglich. Von den hier insgesamt 260.376 Betroffenen waren nur knapp 17 Prozent vor ihrem regulären Renteneintritt versicherungspflichtig beschäftigt gewesen.

"Diese Zahlen zeigen erneut, dass eine Beschäftigung bis zu einem Rentenalter von 67 Jahren für die meisten Menschen völlig unrealistisch ist", erklärte der rentenpolitische Sprecher der Linken, Matthias Birkwald. Zugleich warf er der SPD vor, die von ihr im Wahlprogramm versprochene Aussetzung der Rente mit 67 nicht zum Gegenstand der Koalitionsverhandlungen mit der Union zu machen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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