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Verdi unterstützt Kaufland im Poker um Real

Archivmeldung vom 17.09.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.09.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
ver.di-Bundesverwaltung, Paula-Thiede-Ufer in Berlin
ver.di-Bundesverwaltung, Paula-Thiede-Ufer in Berlin

Foto: Beek100
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Neckarsulmer Schwarz-Gruppe drosselt nach Informationen der Lebensmittel Zeitung (dfv Mediengruppe) im Poker um Real das Tempo. Die Pläne, noch im Oktober 15 Real-Märkte auf Kaufland umzustellen, sind Makulatur: Erst 2021 soll das K-Logo nun an bisherigen Real-Standorten auftauchen. Schützenhilfe kommt von der Gewerkschaft Verdi.

Um im Kartellverfahren zur angestrebten Übernahme von bis zu 101 Real-Märkten die Position von Kaufland zu verbessern, gab Deutschlandchef Ralf Imhof mit der Gewerkschaft Verdi eine gemeinsame Erklärung ab. Imhof verspricht darin, dass sein Unternehmen "zum Tarifvertrag des Einzelhandels steht und das auch in Zukunft tun wird". Außerdem bekennt sich Kaufland zu den Betriebsratsstrukturen von Real. Die Filialen, die Kaufland übernehmen möchte, beschäftigen rund 12.000 Mitarbeiter. Scheitert der Deal, könnten viele dieser Arbeitsplätze wegfallen. Insgesamt hat Real aktuell etwa 34.000 Angestellte.

Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger lobt das Verhalten von Kaufland ausdrücklich: "Nachdem Metro-Chef Olaf Koch jahrelang die Kapitalinteressen auf Kosten der Beschäftigten durchgesetzt hat und auch der Verkauf an die SCP-Group/X+Bricks offenbar nur der Zerschlagung diente, nimmt Kaufland als erster Käufer die Interessen der Belegschaft ernst", so die Neckarsulmer. Bei anderen Übernahmeinteressenten sei dies ebenfalls "möglich und notwendig", betont die Verdi-Spitzenfrau in der Lebensmittel Zeitung. "Das Bundeskartellamt und das Bundeswirtschaftsministerium wären gut beraten, die Zustimmung zur Übernahme der Filialen von diesen Mindestvoraussetzungen zum Schutz der Beschäftigten abhängig zu machen." Dies müsse auch für die Ausgliederungen an selbstständige Kaufleute bei Edeka und Rewe gelten, die nicht tarifgebunden und weitgehend betriebsratslos sind, so Nutzenberger weiter.

Quelle: Lebensmittel Zeitung (ots)

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