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Beratung für Beschäftigte der Fleischbranche wird ausgebaut

Archivmeldung vom 30.01.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.01.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert mit 500 000 Euro den Auf- und Ausbau von Beratungsangeboten für Beschäftigte in der Fleischindustrie. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" (Samstag). Geplant ist eine neue, feste Beratungsstelle in Oldenburg. Die schon existierenden Angebote in Dortmund und in Kiel sollen zusätzliches Personal erhalten.

Nach Information der "NOZ" geht es um die Bekämpfung des Missbrauchs von Werkverträgen. Diese dürften von Unternehmen nicht dazu genutzt werden, Stammarbeitsplätze zu verdrängen und Tarifverträge zu umgehen, hatte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) wiederholt betont. Sein Ministerium will durch Aufklärung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegen rechtswidrige Vertragskonstruktionen vorgehen, mit dem sich Arbeitgeber gegenüber verantwortungsbewussten Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen könnten - zulasten der Beschäftigten.

Allein in der niedersächsischen Fleischbranche sind rund 10 000 überwiegend ausländische Arbeiter per Werkvertrag tätig, ein Großteil davon in Weser-Ems. Immer wieder waren deren Ausbeutung sowie die schlechten Lebens- und Arbeitsbedingungen in die Schlagzeilen geraten. Das Land Niedersachsen hat bereits Anfang 2014 eine Initiative gestartet, um den Betroffenen zu helfen. Zwei in Oldenburg stationierte Beraterinnen sind in einem speziell ausgestatteten Bus in Weser-Ems unterwegs.

Bundeswirtschaftsminister Gabriel hatte im vergangenen September mit den Branchenführern Tönnies, Wiesenhof, Westfleisch, Danish Crown und Vion eine Selbstverpflichtung vereinbart. Danach sollen bis Juli 2016 sämtliche Jobs in diesen Unternehmen auf deutsches Arbeitsrecht umgestellt werden. Die Branchenriesen appellierten an kleine Unternehmen, dem Beispiel zu folgen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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