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"Panorama Nord": Niedersächsische Landesregierung räumt zahlreiche Treffen Wulff-Maschmeyer ein

Archivmeldung vom 21.06.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.06.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
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Nach einer Stellungnahme der niedersächsischen Landesregierung, die "Panorama Nord" vorliegt, hat es in den vergangenen Jahren zahlreiche Treffen des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (heute Bundespräsident) mit dem umstrittenen Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer gegeben. Nach der von der Landesregierung verfassten Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Partei Die Linke hat sich Wulff in seiner Funktion als niedersächsischer Ministerpräsident mindestens ein Dutzend Mal mit dem Gründer des AWD getroffen.

Das Papier zählt auch Einträge aus dem Terminkalender Wulffs seit 2004 auf. Darunter findet sich etwa ein Mittagessen in Hannover mit dem Thema "Optimierung Riesterrente", außerdem wird die Eröffnungsrede einer Feier zum 20-jährigen Bestehen des AWD 2008 von Christian Wulff aufgeführt. Auf eine Stellungnahme von Bundespräsident Christian Wulff wartet "Panorama Nord" zurzeit noch.

Auch von Geldflüssen ist in dem "Panorama Nord" vorliegenden Antwortentwurf die Rede: "Die AWD Holding AG hat zwischen 2004 und 2010 regelmäßig als Sponsor das Sommerfest der Landesregierung in der Landesvertretung in Berlin mit einem Betrag von jeweils 25.000 Euro unterstützt." Auch ein jährlich stattfindendes Grünkohlessen in der niedersächsischen Landesvertretung in Brüssel habe der AWD mit Beträgen von bis zu 4500 Euro unterstützt.

Expliziter Hintergrund der parlamentarischen Anfrage ist die bisherige "Panorama"-Berichterstattung. Die Linke verdächtigt Maschmeyer, er habe versucht, Einfluss auf die niedersächsische Politik zu nehmen. Über die Antwort wird der niedersächsische Landtag in der kommenden Woche debattieren. Wegen umstrittener Finanzprodukte und dem Vorwurf systematischer Fehlberatung durch Finanzberater des AWD ist Maschmeyer seit Jahren in der Kritik. Auf eine Stellungnahme von Carsten Maschmeyer zum neuen Papier der niedersächsischen Landesregierung wartet "Panorama Nord" zurzeit noch.

Quelle: NDR Norddeutscher Rundfunk (ots)

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