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Real-Beschäftigte fürchten Lohndumping bei Übernahme durch Edeka

Archivmeldung vom 19.02.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.02.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Ein Real-Markt in Köln-Sülz
Ein Real-Markt in Köln-Sülz

Foto: Urheber
Lizenz: FAL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Gewerkschaft Verdi fürchtet, dass die Supermarktkette Edeka bei der geplanten Übernahme von 44 Märkten des Konkurrenten Real die Gehälter drücken könnte. "Anders als Kaufland hat uns Edeka bisher weder zugesagt, alle Real-Beschäftigten zu übernehmen, noch ihre Löhne und Sonderzahlungen konstant zu halten oder sie gar nach Flächentarifvertrag für den Einzelhandel zu bezahlen", sagte der zuständige Verdi-Fachleiter Orhan Akman dem "Spiegel".

Das deute darauf hin, dass Edeka versuchen werde, das Vergütungsniveau der Real-Mitarbeiter abzusenken. Nach dem Gesetz muss ein Erwerber zwar beim Verkauf einer Firma die bestehenden Arbeitsverträge übernehmen, diese Klausel kann jedoch unter Umständen unterlaufen werden. Akman befürchtet, dass Edeka genau das plane. Das legten die Erfahrungen, die man mit der Kette gesammelt habe, nahe.

Auch habe sich der Marktführer bislang nicht zu den Betriebsräten der Real-Märkte bekannt. Wettbewerber Kaufland, der 92 ehemalige Real-Filialen übernimmt, hatte der Gewerkschaft dagegen schon im vergangenen September zugesagt, sich an die bestehenden Standards zu halten. Nach eigenen Angaben plant Edeka, die Real-Märkte an selbstständige Kaufleute auszugliedern und nicht durch die Konzernzentrale zu führen. Nach dem "Spiegel" vorliegenden Arbeitsverträgen zahlen diese jedoch mitunter deutlich schlechter als die Zentrale. Edeka wollte sich unter Verweis auf das noch laufende Kartellamtsverfahren zu Tarifdetails nicht äußern.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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