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Umfrage: Viele Mittelständler sehen sich bei längerem Shutdown vor dem Aus

Archivmeldung vom 15.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Leere Kasse, Pleite, Armut & Insolvent (Symbolbild)
Leere Kasse, Pleite, Armut & Insolvent (Symbolbild)

Bild: Kreuznacher Zeitung / pixelio.de

Viele Mittelständler sehen sich in ihrer Existenz bei einem weiterhin anhaltenden Corona-Shutdown bedroht. Das geht aus einer Mitgliederumfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) hervor, über die das "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe) berichtet.

Demnach sieht sich jedes zweite mittelständische Unternehmen (51 Prozent) vor dem Aus, sollte der Shutdown der Wirtschaft noch weitere vier Wochen andauern. Mehr als drei Viertel der Unternehmen und Selbstständigen (76 Prozent) habe angegeben, dass die bisher ausgezahlten staatlichen Hilfen nicht ausreichten, um den Finanzbedarf zu decken.

Derzeit versorgten sich viele Konzerne mit Liquidität, um in der Krise flüssig zu bleiben. Laut der BVMW-Umfrage haben mehr als 50 Prozent der befragten Betriebe Soforthilfen beantragt, über ein Drittel (35 Prozent) will für seine Beschäftigten Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen. Genutzt würden auch andere Hilfsmaßnahmen wie das Aussetzen von Steuervorauszahlungen oder Steuerstundungen (jeweils 19 Prozent). BVMW-Präsident Mario Ohoven warnte davor, dass mit Krediten allein Mittelständlern nicht nachhaltig geholfen sei, da sie die Schuldenlast weiter erhöhten und somit eine Insolvenz häufig nur in die Zukunft verlagert werde.

"Der Mittelstand braucht jetzt einen Dreiklang aus einem konkreten Exit-Fahrplan, raschen Liquiditätshilfen sowie einem Konjunkturprogramm mit nachhaltigen Steuersenkungen", sagte Ohoven dem "Handelsblatt". Sonst drohe bei mittelständischen Unternehmen und Selbstständigen "ein Kahlschlag ungeahnten Ausmaßes".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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