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S&K-Skandal zieht United Investors in die Pleite

Archivmeldung vom 27.03.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.03.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Brennendes Papier: sehen Anleger ihr Geld wieder? Bild: pixelio.de/R. Sturm
Brennendes Papier: sehen Anleger ihr Geld wieder? Bild: pixelio.de/R. Sturm

Nach dem großangelegten mutmaßlichen Anlegerbetrug der Frankfurter Immobiliengruppe S&K hat nun deren Partnerfirma United Investors Insolvenz angemeldet. Konkret sind acht Gesellschaften des Hamburger Emissionshauses davon betroffen, unter ihnen die United Investors Holding GmbH und die United Investors Emissionshaus GmbH, die wahrscheinlich wichtigsten Partner von S&K. Der United-Investors-Gründer und -Chef Hauke B. ist im vergangenen Februar gemeinsam mit seinem Intimus Thomas G. und vier weiteren Verdächtigen bei einer Großrazzia festgenommen worden.

Ebenfalls in Haft sitzen die S&K-Chefs und Lebemänner Stephan S. und Jonas K. Sie stehen im Verdacht, mithilfe eines umfangreichen Schneeballsystems Tausende Privatanleger um einen dreistelligen Millionenbetrag gebracht zu haben. Beide haben einem extravaganten Lebensstil gefrönt. Luxuriöse Gartenpartys mit Elefanten, Zebras oder in überdimensionierten Champagnergläsern sich räkelnden Frauen waren keine Seltenheit. Bei der Razzia waren 15 Staatsanwälte und 1.200 Fahnder in sieben Bundesländern im Einsatz. Ingesamt ermittelt die Justiz gegen 50 Beschuldigte. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Zahl an Anlagebetrügerein ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten im Zuge der Intensivierung der finanzwirtschaftlichen Aktivitäten stark angestiegen. Werner Rügemer, Vorsitzender der Business Crime Control, zeigt im pressetext-Interview wenig Verständnis für die unbegründete Gutgläubigkeit zahlreicher privater Investoren. "Angesichts der Tatsache, dass bereits unzählige Male vor ungeschützten Spekulationen und der immer häufiger auftretenden Betrugsfälle gewarnt wurde, tragen die geschädigten Anleger auch eine große Mitschuld", so Rügemer.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Sollte sich der Betrugsvorwurf gegen S&K bestätigen, dürften die Anleger der S&K-Fonds von United Investors zu den Hauptgeschädigten zählen. United Investors soll für S&K der Geldbeschaffer gewesen sein. Die nun insolvente Unternehmensgruppe aus Hamburg hat seit 2008 mindestens drei geschlossene Immobilienfonds auf dem Markt platziert, in die das Geld privater Anleger in das Geschäft von S&K geflossen ist. Dadurch soll eine hohe zweistellige Millionensumme an die mittlerweile inhaftierten Stephan S. und Jonas K. gegangen sein.

Quelle: www.pressetext.com/Sebastian Köberl

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