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Digitalisierung führt laut Berufsforschern zu Nachteilen für Frauen

Archivmeldung vom 25.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Barbara Eckholdt / pixelio.de
Bild: Barbara Eckholdt / pixelio.de

Die Digitalisierung der Arbeitsprozesse verringert tendenziell die Chancen von Frauen, bei Gehältern und Berufskarrieren zu den Männern aufzuschließen. Das zeigen Daten zur Gehalts- und Branchenentwicklung des Statistischen Bundesamtes und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit, die die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion ausgewertet hat. Die Antwort liegt der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vor.

Demnach sind die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen gerade in hochqualifizierten und bereits stark digitalisierten Branchen wie der IT-Technik weiterhin ausgeprägt. Dagegen fallen sie in weniger qualifizierten Branchen mit geringerer Digitalisierung wie dem Handel und dem Gastgewerbe, in denen der Frauenanteil traditionell höher ist, deutlich geringer aus. So lagen 2017 die durchschnittlichen Tagesentgelte von Männern in bereits digitalisierten Branchen wie dem Verarbeitenden Gewerbe mit 133 Euro und der IT- und Kommunikationsbranche mit 170 Euro um 33 beziehungsweise um 38 Prozent über denen der Frauen. In weniger digitalisierten Branchen wie dem Handel und dem Gastgewerbe verdienten Männer 2017 mit 115 Euro und 71 Euro nur 31 beziehungsweise 15 Prozent mehr als Frauen. "Die Annahme, dass durch die Digitalisierung der Lohnabstand zwischen Männern und Frauen schneller abnimmt, lässt sich mit diesen Zahlen nicht bestätigen", sagte Linken-Politikerin Jessica Tatti.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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