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KfW Research - KfW-Konjunkturkompass: Schwaches Wachstum der deutschen Wirtschaft nach schwierigem Winter

Archivmeldung vom 23.02.2024

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.02.2024 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
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Lizenz: Von KfW Bankengruppe
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die deutsche Wirtschaftsleistung gab im Schlussquartal 2023 spürbar nach, nachdem sie zuvor lange stagniert hatte. Wichtige Monatsindikatoren wie die Produktion blieben im Dezember schwach und die Stimmung hat sich im Januar erneut verdüstert. Nach einer Stagnation im ersten Quartal 2024 dürfte die Konjunktur jedoch im Laufe des Jahres wieder an Fahrt aufnehmen. KfW Research erwartet für das Gesamtjahr 2024 eine leichte Zunahme des deutschen BIP um 0,3 % (Vorprognose: +0,6 %). 2025 dürfte sich das Wirtschaftswachstum auf 1,2 % beschleunigen (Erstprognose).

Aufgrund begrenzter Preiserhöhungsspielräume in einem schwachen Konjunkturumfeld dürfte sich der Anstieg der Verbraucherpreise weiter verlangsamen. KfW Research rechnet für 2024 unverändert mit einer deutschen Inflation von 2,5 % (HVPI) und im kommenden Jahr mit 2,0 % (Erstprogose).

"Alles in allem halten wir trotz des schwierigen Winters an unserer Erwartung fest, dass die deutsche Wirtschaft im Gesamtjahr 2024 zumindest wieder leicht wachsen wird", sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. "Mit fallender Inflationsrate, wachsenden Nominallöhnen, einer angesichts zunehmender Fachkräfteknappheiten nahezu stabilen Beschäftigung sowie einem sich erholenden Welthandel bleiben die Voraussetzungen für eine vom privaten Konsum und den Exporten getriebene Erholung in diesem Jahr intakt. Sie sind der Silberstreif am Horizont und dürften die Konjunktur ab dem Frühjahr nach und nach anschieben."

Die Konsumausgaben des Staates dürften 2024 wieder zulegen, nachdem sie 2023 wegen des Wegfalls staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen erstmals seit 2004 rückläufig gewesen waren. Zudem ist im späteren Jahresverlauf mit Leitzinssenkungen der Europäischen Zentralbank und anderer global bedeutender Zentralbanken zu rechnen. Die in den Vorjahren erfolgte Zinsstraffung dürfte angesichts der Wirkungsverzögerungen der Geldpolitik 2024 zwar zu einem nochmaligen Rückgang der sehr zinssensiblen Wohnbauinvestitionen führen. Der hohe Bedarf an Energiewendeprojekten dürfte aber die Unternehmensinvestitionen stabilisieren, während höhere Rüstungsausgaben die staatlichen Investitionen antreiben. Auch die Exporte dürften sich im Jahresverlauf zusammen mit dem Welthandel erholen und im Gesamtjahr 2024 wieder wachsen.

Die Rückkehr zu Wachstum in diesem und dem kommenden Jahr ist angesichts der zahlreichen Krisen und großen Herausforderungen ein Grund zur Hoffnung. Die mittel- und langfristig wohl größte dieser Herausforderungen ist der Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft hin zu CO2-Neutralität. Nach dem im Herbst 2022 von KfW Research neu eingeführten Indikator, dem Ökologischen Preisschild für das BIP, impliziert die aktuelle Konjunkturprognose, dass der Ausstoß von Treibhausgasen (THG) weiter sinken wird. Die mit der geplanten Novelle des Bundes-Klimaschutzgesetzes für das laufende Jahrzehnt neu eingeführten jährlichen Obergrenzen für den THG-Ausstoß werden im Prognosezeitraum von 2023 bis 2025 voraussichtlich eingehalten. Gleichwohl bleibt der klimapolitische Handlungsdruck hoch, um auch das THG-Einsparziel von 65 % bis 2030 sowie das langfristige Ziel der Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen, insbesondere bei Gebäuden und Verkehr.

Für die Eurozone erwartet KfW Research ein geringes Wachstum im ersten Quartal 2024, das im Jahresverlauf dann zunehmen dürfte. Unter dem Strich ist für 2024 ein BIP-Realwachstum von 0,6 % (Vorprognose: +0,8 %) zu erwarten, 2025 legt das Wachstum auf 1,5 % zu. Die Inflationsrate in der Eurozone dürften 2024 bei 2,3 % (unverändert zur Vorprognose) liegen und 2025 bei 2,0 % (Erstprognose).

Quelle: KfW (ots)

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