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Mineralölwirtschaft lehnt Abschaffung von E10 ab

Archivmeldung vom 21.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Nach dem Vorstoß von Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel, den Biokraftstoff E10 wegen der weltweiten Nahrungsmittelknappheit vom Markt zu nehmen, meldet sich jetzt die Mineralölwirtschaft zu Wort. Klaus Picard, Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV), sagte der "Bild-Zeitung": "E10 wird nicht abgeschafft, aber Ethanol aus Brotgetreide muss durch Alternativen ersetzt werden."

Mehrere Hilfsorganisationen hatten sich zuvor der Forderung des Entwicklungsministers angeschlossen. Auch die Bundesregierung machte am Montag klar, dass sie trotz der hohen Getreidepreise derzeit keine Änderung ihrer Biokraftstoff-Strategie in Betracht zieht. Beim Preisanstieg von Agrarprodukten spielten Faktoren wie Ernteausfälle in den USA oder Bevölkerungswachstum eine Rolle, Biokraftstoffe aber nur "in einem eher geringeren Umfang", sagte ein Sprecher von Agrarministerin Ilse Aigner (CSU). Das Bundesumweltministerium lehnte es erneut ab, sich an der Debatte über einen Stopp des Biosprits E10 zu beteiligen. Von Überlegungen für einen Strategiewechsel beim Einsatz von Biokraftstoffen sei ihm nichts bekannt, betonte ein Sprecher.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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