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Schlichtung statt Streik in Kita-Tarifverhandlungen

Archivmeldung vom 05.06.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.06.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Jürgen Frey / pixelio.de
Bild: Jürgen Frey / pixelio.de

In den Tarifverhandlungen für die kommunalen Kita-Erzieher und Sozialarbeiter kommt es ab kommender Woche zur Schlichtung: Nach mehrwöchigen Streiks enden die Arbeitsausstände in den Kitas vorerst am Montag. Beide Seiten einigten sich am Donnerstagmorgen auf die Schlichtung, bei der eine sogenannte Friedenspflicht herrscht, die Streiks untersagt.

Die Verhandlungen seien ergebnislos zu Ende gegangen, weil die Arbeitgeber nicht zu einer überfälligen Aufwertung des Berufsfeldes bereit gewesen seien, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske.

Der Präsident des kommunalen Arbeitgeberverbands VKA, Thomas Böhle, sagte seinerseits, es seien keine einzelnen Berufsgruppen von angebotenen Gehaltserhöhungen ausgenommen worden. Die Gewerkschaften streben eine geänderte Eingruppierung für die rund 240.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst an, die zu Gehaltszuwächsen von durchschnittlich zehn Prozent führen würde.

Milbradt und Schmalstieg sollen im Kita-Tarifkonflikt schlichten

Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen für die kommunalen Kita-Erzieher und Sozialarbeiter haben die Arbeitgeber den früheren sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt (CDU) als Schlichter benannt. Für die Gewerkschaften soll der ehemalige Oberbürgermeister von Hannover, Herbert Schmalstieg (SPD), schlichten. Milbradt und Schmalstieg hatten bereits 2010 bei Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst geschlichtet. 

Umfrage: Mehrheit hat Verständnis für Streik der Kita-Mitarbeiter

Bei den Deutschen stößt der Arbeitskampf auf ein breites Verständnis: 69 Prozent der Bürger halten den Streik für gerechtfertigt, 29 Prozent hingegen haben kein Verständnis für den Ausstand. Das hat eine Umfrage des "ARD-DeutschlandTrends" ergeben. Die streikenden Erzieher fordern eine höhere Eingruppierung beziehungsweise eine Gehaltserhöhung von rund zehn Prozent. Auch eine Mehrheit der Bevölkerung hält die Bezahlung der Erzieher für zu niedrig: 53 Prozent der befragten Deutschen finden, Erzieher werden zu schlecht bezahlt. 41 Prozent hingegen sagen, die Bezahlung sei angemessen. Drei Prozent der Befragten halten die Bezahlung für zu gut.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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