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Zimmermann: Weniger Erwerbslose, aber mehr Billigjobs

Archivmeldung vom 31.05.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.05.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Sabine Zimmermann Bild: bundestag.de
Sabine Zimmermann Bild: bundestag.de

"Der Arbeitsmarkt ist weiter von einer extremen Schieflage geprägt. Die Arbeitslosigkeit nimmt ab, die Zahl der Billigjobs nimmt zu, weil die Regierung die notwendige arbeitsmarktpolitische Kehrtwende verweigert. Der Aufschwung wird an den Beschäftigten komplett vorbeigehen, wenn der Niedriglohnsektor weiter ungehindert expandiert", erklärt Sabine Zimmermann zur Vorstellung des Monatsberichts Mai der Bundesagentur für Arbeit.

Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter: "Neben einem gesetzlichen Mindestlohn brauchen wir allgemeine Lohnerhöhungen, die deutlich über einen reinen Inflationsausgleich hinausgehen, denn die Gewinne sprudeln schon wieder. Leiharbeit und unfreiwillige Teilzeit müssen eingedämmt, Minijobs in reguläre Beschäftigungsverhältnisse umgewandelt werden.

Problematisch ist ferner, dass die Langzeiterwerbslosigkeit auf hohem Niveau verharrt. Der arbeitsmarktpolitische Kahlschlag, den die Bundesregierung betreibt, ist vor diesem Hintergrund absolut kontraproduktiv. Erwerbslose erhalten dadurch weniger Qualifizierungsmaßnahmen, was ihnen den Zugang zum Arbeitsmarkt gerade nach langer Erwerbslosigkeit ungeheuer erschwert."

Quelle: Die Linke. im Bundestag

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