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ZEW-Konjunkturerwartungen brechen im Juni ein

Archivmeldung vom 18.06.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.06.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Gerd Altmann/Hans Braxmeier / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann/Hans Braxmeier / pixelio.de

Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren haben sich im Juni deutlich verschlechtert: Der entsprechende Index brach um 19 Punkte von -2,1 Zählern im Mai auf nun -21,1 Punkte ein.

Das teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mit. Der Indikator befindet sich damit weiterhin unterhalb seines langfristigen Durchschnitts von 22,0 Punkten. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland verschlechterte sich leicht im Juni. Sie beträgt aktuell 7,8 Punkte, 0,4 Punkte weniger als im Vormonat. Die Erwartungen der Finanzmarktexperten an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone sanken um 18,6 Punkte auf einen neuen Wert von -20,2 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Eurogebiet stieg dagegen an.

Der aktuelle Wert der Lageeinschätzung beträgt -3,7 Punkte und liegt damit 3,3 Punkte oberhalb des Wertes vom Vormonat. "Der starke Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen fällt zusammen mit einer erhöhten Unsicherheit mit Blick auf die zukünftige weltwirtschaftliche Entwicklung sowie einer substanziell schlechteren Konjunkturentwicklung in Deutschland zu Beginn des zweiten Quartals", sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China, "das gestiegene Risiko eines militärischen Konfliktes im Nahen Osten" und die "höhere Wahrscheinlichkeit eines ungeordneten Austritts Großbritanniens aus der EU" belasteten den weltwirtschaftlichen Konjunkturausblick. "Zudem haben sich Produktion, Exporte und Einzelhandelsumsätze in Deutschland im April schlechter entwickelt als erwartet", so Wambach weiter.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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