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Buchhandel sieht Kreativität kleinerer Läden als Vorbild

Archivmeldung vom 06.06.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.06.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
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Bild: Lupo, pixelio.de

Wie kann die Buchbranche auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie reagieren? Nach Ansicht von Karin Schmidt-Friderichs haben gerade kleine Buchhandlungen vorgemacht, wie das geht.

"Ein Vorbild war die Kreativität des Buchhandels im Moment des Shutdowns. Viele Buchhändler haben aus ihrer Beratungs- und Präsenzbuchhandlung eine Versandbuchhandlung gemacht und das in kürzester Zeit. Die Buchhändler waren per Lastenrad unterwegs. Da hat sich auch niemand über mangelnde Perfektion beklagt. Das müssen wir jetzt auch für die Buchmesse hinbekommen", sagte die Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ).

Auf Kreativität setzt Schmidt-Friderichs auch für die Frankfurter Buchmesse, die im Oktober 2020 trotz der Corona-Krise stattfinden soll. Zu Beginn der Epidemie war die Leipziger Buchmesse im März 2020 abgesagt worden. Jetzt setzt Schmidt-Friderichs auf Optimismus. "Setzen wir die Erwartungen des perfekten Events, das so wie immer abläuft? Oder krempeln wir die Ärmel hoch und machen das Beste daraus? Wir werden sicher niedrigere Budgets haben und mehr improvisieren müssen", sagte die Vorsteherin und fügte an: "Zu der Wirklichkeit gehört natürlich aber auch, dass die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie noch lange spürbar sein werden, überall in der Branche. Auch die Frankfurter Buchmesse wird mit anderen Zahlen abschließen als in normalen Jahren. Der Börsenverein muss ebenfalls sparen."

Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie treffen nach den Worten von Schmidt-Friderichs die ganze Buchbranche hart. "Viele Verlage haben die Zahl ihrer Titel reduziert. Bei der Frage nach digitaler Kommunikation reagieren Verlage unterschiedlich, ganz nach ihrem Bild ihrer Kunden. In diesem Zusammenhang wird auch die Frage nach Klima- und Umweltschutz wieder wichtiger. Dabei geht es um Buchproduktion wie um Versand und Verpackung. In schwierigen Phasen kann es eben auch richtig sein, das eine oder andere eben nicht zu produzieren", beschrieb die Vorsteherin die Realität ihrer Branche.

Gerade deshalb sei die Frankfurter Buchmesse nicht verzichtbar. "Man kann sich bei dem Erlebnis der Buchmessen in Frankfurt und auch Leipzig fragen, was die Menschen denn treibt, sich durch dann ja üblicherweise enge Gänge zu zwängen. Es ist diese Sehnsucht nach Begegnung und Geschichten. Wir wollen die Menschen hinter den Geschichten kennenlernen. Das kann digital stimuliert oder erweitert werden, aber es kann nicht digital ersetzt werden", sagte Schmidt-Friderichs.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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