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TK-Chef erwartet 2022 erneut kräftigen Anstieg der Beitragssätze

Archivmeldung vom 02.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Geld aus der Tasche ziehen, Steuern, Steuererhöhung, Abgaben, Abgabenerhöhung und Betrug (Symbolbild)
Geld aus der Tasche ziehen, Steuern, Steuererhöhung, Abgaben, Abgabenerhöhung und Betrug (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der Chef der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, erwartet, dass nach der Bundestagswahl die Beitragssätze der Kassen erneut deutlich angehoben werden müssen. "Wir müssen davon ausgehen, dass die gesetzliche Krankenversicherung 2022 ebenfalls vor einer Finanzierungslücke von mindestens 16 Milliarden Euro stehen wird, wahrscheinlich eher mehr", sagte Baas dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Montagsausgaben).

"Schon deshalb, weil eine neue Koalition nach einer Regierungsbildung nur wenig Zeit zum Handeln hat, werden die Beitragssätze Anfang 2022 kräftig steigen", prognostizierte der Kassenmanager. "Spätestens dann wird die erklärte Obergrenze von 40 Prozent bei den Sozialabgaben gerissen", warnte Baas.

Zur Begründung für diese Entwicklung sagte er, die wirtschaftliche Lage drücke die Beitragseinnahmen, gleichzeitig trieben teure Gesetze der vergangenen Jahre die Ausgaben weiter nach oben. Alle Reserven bei den Krankenkassen seien Ende 2021 jedoch aufgrund politischer Eingriffe aufgebraucht. "Die neue Regierung, die im Herbst gewählt wird, ist nicht zu beneiden", sagte er. Erneut Milliardensummen aus Steuermitteln in die Krankenversicherung zu pumpen, werde wegen der angespannten Haushaltslage schwierig sein. "Bleiben massive Kürzungen bei den Leistungen, höhere Zuzahlungen der Versicherten oder erneute verpflichtende Rabatte bei den Arzneimitteln", so Baas. Die Pharmaunternehmen in die Pflicht zu nehmen, sei dabei durchaus gerechtfertigt. Das ließe sich auch schnell umsetzen. Das werde aber nicht ansatzweise reichen. "Auf mittlere Sicht wird ein umfassendes Reformpaket unausweichlich sein", sagte Baas.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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