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Verdi warnt vor der Zerschlagung von Uniper und kritisiert Schweigen von Fortum als "unerträglich"

Archivmeldung vom 18.05.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.05.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi)
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi)

Vor der Hauptversammlung machen die Uniper-Mitarbeiter mobil gegen die drohende Zerschlagung. "Sollte die Hauptversammlung eine Zustimmung für die vorliegenden Anträge erteilen, droht im schlimmsten Fall eine Aufspaltung und somit Zerschlagung des Konzerns, die in der Konsequenz den Verlust von vielen Arbeitsplätzen bedeuten könnte", sagte Verdi-Vorstand Andreas Scheidt der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Auf der Hauptversammlung am 22. Mai will der Investor Elliott (17,8 Prozent) einen Beherrschungsvertrag durchsetzen, der Investor Knight Vinke (5,0 Prozent) die Zerschlagung von Uniper. Scheidt forderte Großaktionär Fortum (49,9 Prozent) auf, sein Schweigen zu brechen: "Es ist höchste Zeit, dass sich die Aktionäre entscheiden, wohin die Reise gehen soll. Es ist unerträglich, dass sich Fortum bis heute weigert, diese Frage zu beantworten. Wann hat es das schon mal in der Wirtschaftsgeschichte Deutschlands gegeben, dass nur wenige Tage vor einer Hauptversammlung weder beim Vorstand noch beim Aufsichtsrat einer Gesellschaft eine Klarheit über die Position ihres Hauptaktionärs besteht?"

Auch Harald Seegatz, Chef des Uniper-Konzernbetriebsrats, fordert Fortum auf, die Anträge abzulehnen: "Ich fordere Fortum auf, gegen die Anträge von Elliot und Knight Vinke zu stimmen und Uniper damit die Möglichkeit zu bewahren, den erfolgreich eingeschlagenen Weg fortzusetzen", sagte Seegatz der Redaktion. "Die 12.000 Mitarbeiter von Uniper haben in den vergangenen drei Jahren hart an der Erfolgsgeschichte gearbeitet. Wir verdienen Klarheit über die Absichten unseres Großaktionärs Fortum."

Die IG BCE warnt: "Der öffentliche Anteilseigner-Konflikt bei Uniper kommt zur Unzeit. Der Konzern ist ein wichtiger Player der deutschen Energieversorgung. Er darf auf keinen Fall zum Spielball von kurzfristigen Aktionärsmachtspielen werden. Was das Unternehmen jetzt braucht, ist eine klare Strategie und keine neue Verunsicherung", sagte IG BCE-Chef Michael Vassiliadis der "Rheinischen Post".

Quelle: Rheinische Post (ots)

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