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Bundesrechnungshof kritisiert mangelnde Transparenz bei der Bahn

Archivmeldung vom 23.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Kritiker sehen im gespiegelten Logo im oberen Teil das typische Gesicht der Bahn-Kunden (Symbolbild)
Kritiker sehen im gespiegelten Logo im oberen Teil das typische Gesicht der Bahn-Kunden (Symbolbild)

Bild: Deutsche Bahn / Eigenes Werk

Kay Scheller, Präsident des Bundesrechnungshofs, hat der Deutschen Bahn mangelhafte Transparenz vorgeworfen. "Die offiziellen Zahlen der Bahn beschönigen den maroden Zustand der Infrastruktur", sagte Scheller der "Welt".

"Darunter leiden die Fahrgäste, weil die Züge eben nicht so schnell fahren können, wie sie eigentlich müssten." Der Bundesverkehrsminister müsse ehrliche Zahlen einfordern. "Erst auf dieser Grundlage kann er den Investitionsstau wirksam angehen - schließlich finanziert der Bund die Bahn jedes Jahr mit Milliarden." Ein weiteres Problem seien Fehlanreize bei Investitionen. Die tägliche Instandhaltung müsse die Bahn aus eigenen Mitteln finanzieren, große Ersatzprojekte aber der Bund.

"Die Bahn fährt deswegen bei den Instandsetzungsarbeiten auf Verschleiß", kritisierte Scheller. "Sie setzt darauf, dass der Bund einspringt, wenn die großen Reparaturen fällig werden." Sinnvoller sei es, wenn Bund und Bahn sowohl die Instandsetzungen als auch die Ersatzinvestitionen gemeinsam finanzierten.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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