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DIHK verlangt mehr Anstrengungen zur Fachkräftesicherung

Archivmeldung vom 06.07.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.07.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Geflüchtete Frauen (Symbolbild)
Geflüchtete Frauen (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) fordert von der Politik mehr Anstrengungen, um den Bedarf an Fachkräften im Land zu sichern. Die Einführung eines "Chancen-Aufenthaltsrechts" sowie die Anpassung der Bleiberechtsregelungen sei eine zusätzliche Möglichkeit, eine klare Beschäftigungs- und Bleibeperspektive für Betriebe wie Geflüchtete zu erhalten, sagte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks dem "Handelsblatt".

Dercks weiter: "Allerdings kann das Chancen-Aufenthaltsrecht nur eine von vielen Stellschrauben im Rahmen der Fachkräftesicherung sein." Der Fokus sollte daher in den kommenden Monaten auf die Weiterentwicklung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes und eine Beschleunigung der damit verbundenen Verwaltungsverfahren gerichtet sein, so Dercks. Er gab zu bedenken, dass die Demografie das Beschäftigtenpotenzial in Deutschland in den kommenden 15 Jahren um vier bis sechs Millionen Menschen verringere. Und schon heute sei der Fachkräftemangel ein "wichtiges Geschäftsrisiko" für die Unternehmen. Daher müsse es darum gehen, "die inländischen Potenziale zu aktivieren und die Einwanderung von Fachkräften aus dem Ausland zu erleichtern".

Der Bundesgeschäftsführer des Bundesverbands Mittelständische Wirtschaft (BVMW), Markus Jerger, bemängelte, dass das Einwanderungsgesetz nicht schon vor Jahren angepasst worden sei. "Da ist viel versäumt worden", sagte Jerger dem "Handelsblatt" dazu. "Längst hat sich der Fachkräftemangel zu einem generellen Arbeitskräftemangel entwickelt." Jerger verwies hierbei auf das Chaos auf deutschen Flughäfen, weil Bodenpersonal fehle, und geschlossene Restaurants, weil nicht genügend Servicekräfte zu bekommen seien.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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