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Mindestlohn: Wirtschaft verschärft Forderungen nach Ausnahmen

Archivmeldung vom 18.03.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.03.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) / pixelio.de
Bild: Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) / pixelio.de

Im Streit um den einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn verschärft die Wirtschaft ihre Forderungen nach umfangreichen Ausnahmen. In der "Bild-Zeitung" verlangte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, der Mindestlohn dürfe nur an Beschäftige über 25 Jahre gezahlt werden.

"Der Mindestlohn darf nicht für junge Erwachsene unter 25 Jahre gelten. Alles andere gefährdet die Ausbildung und würde jungen Erwachsenen mittelfristig ihre Zukunftschancen verbauen", sagte Wansleben der Zeitung. Die bislang vorgeschlagene Altersgrenze von 18 Jahren sei viel zu niedrig. "Im Durchschnitt beginnen Azubis heutemit 20 Jahren. Fast jeder Dritte im IHK-Bereich ist am Anfang seiner Lehre schon älter als 21 Jahre", erklärte Wansleben.

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner wies die Forderung nach weiteren Ausnahmen beim Mindestlohn kategorisch zurück. "Beim Mindestlohn wird es mit der SPD keinen Schweizer Käse geben. Er ist flächendeckend vereinbart, dabei bleibt es." Zugleich betonte Stegner: "Dass wir dafür sorgen, dass Jugendliche keinen Anreiz zum Abbruch ihrer Ausbildung bekommen, ist doch klar."

Auch die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesarbeitsministerium, Anette Kramme, lehnte weitere Ausnahmen entschieden ab. "Der Mindestlohn darf keine Mogelpackung sein. Mit jeder Ausnahme wird das Scheunentor geöffnet", sagte Kramme der Zeitung.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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