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Wirtschaftsweiser Bofinger hält nichts von Pikettys Kapitalismuskritik

Archivmeldung vom 02.06.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.06.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Peter Bofinger
Peter Bofinger

Foto: Peter Bofinger/Avatar
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hält nichts von der Kapitalismuskritik des französischen Starökonomen und Bestsellerautors Thomas Piketty. Dessen Buch "Das Kapital im 21. Jahrhundert" enthalte einen fundamentalen Widerspruch: Piketty "stellt eine Theorie auf –widerlegt sie dann aber mit eigenen Zahlen", so Bofinger im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

"Damit hat er sich selbst ins Knie geschossen", sagte Bofinger weiter. "Würde ich feststellen, dass meine Theorie und meine Zahlen dermaßen auseinandergehen, hätte ich schlaflose Nächte." Bofinger hält seinem Kollegen vor, dass die Kapitalrendite in den vergangenen hundert Jahren nicht größer als das reale Wirtschaftswachstum gewesen sei, sondern kleiner. Dies stehe im krassen Widerspruch zu Pikettys Theorie.

Bofinger, der selbst dem linken Lager zugeordnet wird, teilt zwar Pikettys Kritik an der Ungleichverteilung des Wohlstands. Doch er könne "als Wissenschaftler nicht über einen fundamentalen Widerspruch hinwegsehen, nur weil mir die Grundrichtung gefällt".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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