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ZEW-Konjunkturerwartungen machen Sprung nach oben

Archivmeldung vom 18.01.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.01.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Trend, Konjunktur und Wachstum (Symbolbild)
Trend, Konjunktur und Wachstum (Symbolbild)

Bild: fotoART by Thommy Weiss / pixelio.de

Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren haben im Januar einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Der entsprechende Index stieg gegenüber dem Vormonat um 21,8 Punkte auf nun 51,7 Zähler, teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mit.

Die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland verschlechterte sich allerdings erneut. Der Wert des Lageindikators fiel um 2,8 Punkte und liegt damit bei -10,2 Punkten. Die Erwartungen der Finanzmarktexperten an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone stiegen im Januar um 22,6 Punkte. Sie liegen damit aktuell bei 49,4 Punkten. Der neue Wert des Lageindikators beträgt -6,2 Punkte. Er ist damit um 3,9 Punkte gegenüber Dezember 2021 gesunken.

 Die Inflationserwartungen für das Eurogebiet gingen abermals zurück. Der Inflationsindikator liegt nun bei -38,7 Punkten, 5,4 Punkte unterhalb des Vormonatswerts. 58 Prozent der Experten gehen von einem Rückgang der Inflationsrate auf Sicht von sechs Monaten aus. "Der Konjunkturausblick verbessert sich mit Beginn des neuen Jahres ganz erheblich", sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die Experten gingen mehrheitlich davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum im kommenden halben Jahr verbessern werde. "Die konjunkturelle Schwächephase vom vierten Quartal 2021 dürfte bald überwunden sein. Der wesentliche Grund dafür ist die Vermutung, dass sich die Corona-Inzidenzen bis Frühsommer deutlich abschwächen werden", so Wambach. Die positiveren Konjunkturerwartungen betreffen dem ZEW-Präsidenten zufolge mit den konsumnahen und den exportorientierten Sektoren einen großen Teil der deutschen Wirtschaft.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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