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Prozess um Reichenliste geht weiter

Archivmeldung vom 14.06.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.06.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Thorben Wengert  / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Josef Boquoi kämpft weiter vor Gericht gegen das Manager-Magazin. Der Multimillionär und Bofrost-Gründer zieht jetzt vor das Münchner Oberlandesgericht,um sich gegen seine Nennung in der Liste der reichsten Deutschen, den der Wirtschaftitel jedes Jahr herausbringt, zu wehren. Dies berichtet der Branchendienst Kontakter in seiner neuen Ausgabe.

Das Manager Magazin hatte Boquoi in seinem Ranking "Die 500 reichsten Deutschen" mit einem geschätzten Vermögen von 950 Millionen Euro auf Platz 92 der Liste aufgeführt. Boquoi klagte: Als Privatmann, der sich aus dem Unternehmen zurückgezogen habe, seien seine finanziellen Verhältnisse Privatsache, argumentierte sein Anwalt Christian Schertz. Zudem weiche Boquois Vermögen von dem genannten Wert um mehr als zehn Prozent ab. Das Landgericht München wies die Klage ab. Dagegen hat der Multimillionär laut Kontakter jetzt Rechtsmittel eingelegt. Das Verfahren sei nun am Münchner Oberlandesgericht anhängig, teilt ein Sprecher mit. Das Landgericht erklärt seinerzeit in der Urteilsbegründung, das Interesse der Öffentlichkeit an der Berichterstattung überwiege gegenüber dem Persönlichkeitsrecht des Klägers. Auch das Argument, der Schätzwert sei falsch, weist das Gericht ab: "Die Klagepartei kennt den Wert ihres Vermögens. Will sie sich gegen den konkret von der Beklagten vorgetragenen Wert wenden, muss sie dies durch einen mindestens ebenso konkreten Vortrag tun." Dies lehnte Boquoi jedoch ab.

Quelle: w&v werben und verkaufen

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