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Tarifverdienste im Jahr 2015 um 2,1% gestiegen

Archivmeldung vom 26.02.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.02.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Behördenschild des StatistischesnBundesamtes. Bild: Kandschwar / wikipedia.org
Behördenschild des StatistischesnBundesamtes. Bild: Kandschwar / wikipedia.org

Die tariflichen Monatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen sind im Jahr 2015 in Deutschland um durchschnittlich 2,1 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Damit wird das vorläufige Ergebnis vom 11. Januar 2016 bestätigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist das der geringste Anstieg seit 2011 (+ 1,7 %). Berücksichtigt wurden tarifliche Grundvergütungen und tariflich festgelegte Sonderzahlungen wie Einmalzahlungen, Jahressonderzahlungen oder tarifliche Nachzahlungen. Die tatsächlich gezahlten Bruttomonatsverdienste stiegen 2015 im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um 2,8 % (siehe Pressemitteilung Nr. 035 vom 04.02.2016). Im gleichen Zeitraum erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,3 %.

Der vergleichsweise geringe Anstieg der tariflichen Monatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen ist vor allem auf einen Sondereffekt im Vorjahr zurückzuführen: Im Bereich des öffentlichen Dienstes gab es im Jahr 2014 hohe Nachzahlungen (siehe Pressemitteilung Nr. 424 vom 28.11.2014). Da diese Nachzahlungen im Jahr 2015 nicht erfolgten, waren die Tariferhöhungen einschließlich Sonderzahlungen in den Bereichen, in denen überwiegend nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Gemeinden (TVöD) bezahlt wird, geringer als im Vorjahr.

Bei der Entwicklung der monatlichen Tarifverdienste einschließlich Sonderzahlungen bestehen große Unterschiede zwischen den einzelnen Wirtschaftszweigen. Am stärksten erhöhten sie sich im Jahr 2015 im Gastgewerbe (+ 3,3 %). Hier wirkte sich in den unteren Verdienstgruppen die Einführung des Mindestlohnes von 8,50 Euro im Januar 2015 aus. Im Verarbeitenden Gewerbe sind die Tarifverdienste mit + 3,2 % ebenfalls überdurchschnittlich gestiegen. Zurückführen lässt sich dieser Anstieg vor allem auf den relativ hohen Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie (+ 3,4 % plus eine Pauschalzahlung in Höhe von 150 EUR). Deutlich höher als im Vorjahr waren die Tarifverdienste unter anderem auch im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden (+ 2,9 %), im Verkehr und der Lagerei (+ 2,7 %) sowie im Baugewerbe (+ 2,5 %).

Im vierten Quartal 2015 waren die Tarifverdienste einschließlich Sonderzahlungen 2,0 % höher als im Vorjahresquartal. Überdurchschnittliche Tarifsteigerungen gab es im Vergleich zum vierten Quartal 2014 insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe (+ 3,1 %) sowie im Gastgewerbe (+ 2,9 %).

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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