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Betriebsrat bangt um RWE-Jobs

Freigeschaltet am 11.10.2018 um 06:46 durch Andre Ott
RWE Hauptsitz
RWE Hauptsitz

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Nach dem Rodungsstopp im Hambacher Forst bangt der RWE-Betriebsrat um die Arbeitsplätze des Essener Energiekonzerns. "Unsere Befürchtung ist, dass die Beschäftigten die Zeche zahlen müssen und Stellen wegfallen", sagte Silke Boxberg, die Betriebsratsvorsitzende von RWE Power am Standort Essen, im Gespräch mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. "Die Arbeitsplätze im Tagebau, in den Kraftwerken und in den Zentralen Essen und Köln sind massiv bedroht."

Im Tagebau Hambach, den angeschlossenen Kraftwerken und Betrieben sind Unternehmensangaben zufolge rund 4600 Mitarbeiter beschäftigt. "Wir befürchten einen Domino-Effekt, der sich auf das ganze Unternehmen auswirkt", sagte Boxberg.

In einem Brief an die Beschäftigten bestätigte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz, dass der Konzern seine Braunkohleförderung drosseln wird. "In einer ersten Bewertung gehen wir davon aus, dass wir zehn bis 15 Millionen Tonnen Braunkohle jährlich weniger fördern", heißt es in dem Schreiben, das der WAZ vorliegt. Schmitz bezeichnete die Gerichtsentscheidung als "schmerzhaft und kaum nachvollziehbar" und verwies auf "Unsicherheit, die dieser Beschluss mit sich bringt". Der RWE-Chef deutet in dem Brief an, dass die Auswirkungen auch für die Beschäftigten spürbar werden dürften. "Zu diesem Zeitpunkt kann ich Ihnen die Sorge um die Zukunft leider nicht gänzlich nehmen", so Schmitz. "Unser Aktienkurs ist stark eingebrochen, unser Unternehmen hat rund zwei Milliarden Euro an Wert verloren."

Städte wie Essen, Dortmund und Mülheim gehören zu den großen RWE-Aktionären. "Wir stehen zu unserem Engagement bei RWE", betonte Guntram Pehlke, der Chef der Dortmunder Stadtwerke DSW21, im Gespräch mit der WAZ. "Das ist eine schwere Phase, aber wir haben das Vertrauen, dass der Konzern diese Phase durchsteht." Die Dortmunder Stadtwerke sind mit 3,8 Prozent an RWE beteiligt und damit der größte kommunale Einzelaktionär.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (ots)

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