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"Unternehmen verlieren bei Online-Werbevideos jährlich 170 Millionen Euro"

Archivmeldung vom 25.08.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.08.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Pierre Chappaz, CEO Ebuzzing & Teads Group Bild: Colored
Pierre Chappaz, CEO Ebuzzing & Teads Group Bild: Colored

Unternehmen in Deutschland vergeuden einen Großteil ihrer Werbeausgaben. 2013 investierten sie rund 305 Millionen Euro in Bewegtbildwerbung im Internet - ein Viertel mehr als 2012. Doch mehr als jeder zweite Online-Werbespot (56 Prozent) wird vom Zuschauer gar nicht gesehen. Die Ursachen dafür sind etwa Werbeschaltungen außerhalb des sichtbaren Bereichs und Ad Blocker. Bezahlt werden müssen die Werbespots in aller Regel jedoch auch dann, wenn sie von Internetnutzern nicht gesehen werden. Experten sprechen von Impressionbetrug, denn bis zu rund 170 Millionen Euro für Werbevideos verpuffen sinnlos. Das entspricht zwölf Prozent des gesamten jährlichen Budgets der deutschen Wirtschaft für Online-Werbung, ergibt eine aktuelle Marktbetrachtung von der Ebuzzing & Teads Unternehmensgruppe.

Die Sensibilität für das Sichtbarkeitsproblem nimmt zu. Das zeigen verschiedene Initiativen. Das internationale Interactive Advertising Bureau (IAB) hat beispielsweise festgelegt, dass ein Bewegtbild-Werbeformat das Kriterium "viewable" erfüllt, wenn die Hälfte des Videoplayers für mindestens zwei Sekunden sichtbar ist. Pierre Chappaz, CEO der Ebuzzing & Teads Unternehmensgruppe und ehemaliger Präsident von Yahoo! Europa, fordert ein Umdenken weg vom Reden über Pixel hin zum Verbraucher und seiner tatsächlichen Wahrnehmung der Werbung. Sein Appell an die eigene Branche: "Es ist technisch ohne weiteres möglich, den werbungtreibenden Unternehmen die Sichtbarkeit ihrer Werbung zu garantieren und nicht gesehene Werbeschaltungen gar nicht erst zu berechnen", sagt Pierre Chappaz.

Für Video-Werbung gibt es zwei Einbindungsformen. Beim sogenannten Instream werden Werbespots entweder vor, mitten oder nach einem redaktionellen Video gezeigt. Dazu gehört das Pre-Roll-Format, das derzeit noch am häufigsten von Werbungtreibenden eingesetzt wird, aber von den Usern oftmals als störend empfunden wird. Vor dem eigentlichen Film sieht der Zuschauer einen kurzen Werbeclip. Outstream-Videowerbung dagegen wird in den Lesefluss des Users eingebunden und nur auf Wunsch des Users abgespielt. Damit ist Outstream eine wirksame wie User-freundliche Alternative zu erzwungener und unterbrechender Online-Werbung.

Quelle: Ebuzzing Deutschland (ots)

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