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Konjunkturexperte Gustav Horn warnt vor Abschwächung des Wirtschaftswachstums

Archivmeldung vom 15.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Warnen, melden & anzeigen (Symbolbild)
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Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Der Konjunkturexperte Gustav Horn warnt vor einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums. "Die Stimmungsindikatoren sind bei Weitem nicht mehr so gut wie vor einem Jahr", sagt der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung im Interview mit der in berlin erscheinenden "neuen deutschland" (Mittwochausgabe) anlässlich der Veröffentlichungen der Wachstumszahlen für das erste Quartal 2018. "Auch an der Börse hat es bereits kräftig geruckelt", so Horn.

"Aus rein binnenwirtschaftlicher Sicht könnte der Aufschwung noch eine Weile weiter laufen", meint Horn, der die Gefahren für die Konjunktur vor allem in der schlechteren Stimmung im Welthandel sieht. "Ein wichtiger Grund für die schlechtere Stimmung und das Ruckeln an den Börsen sind die Auseinandersetzungen um die internationale Handelspolitik, die maßgeblich von US-Präsident Donald Trump befeuert werden", erklärt der Ökonom. Vor allem Investoren seien zunehmend verunsichert, wie die Konditionen im Welthandel künftig aussehen. Die Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch Trump habe diese Unsicherheit in den letzten Tagen noch verstärkt. "Dies sind alles Stimmungskiller, die letztlich entscheidend sein können", so Horn.

Horn glaubt nicht, dass es zu einem abrupten Crash kommen wird. "Stattdessen wird langsam das Tempo aus der Konjunktur entweichen, sodass wir dann mit deutlich niedrigeren Wachstumsraten rechnen müssen. Aber wenn der Abschwung tatsächlich tiefer ist oder länger anhält, dann könnte das natürlich auch negative Effekte auf den Arbeitsmarkt haben."

Quelle: neues deutschland (ots)

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