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DGB-Bundesvorstand Buntenbach: Bundesanstalt für Arbeit muss trotz Arbeitsplatzabbau effektiv bleiben

Archivmeldung vom 02.02.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.02.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Zentrale der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Bild: Bundesagentur für Arbeit
Zentrale der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Bild: Bundesagentur für Arbeit

Das DGB-Bundesvorstandsmitglied Annelie Buntenbach fordert, dass der Stellenabbau bei der Bundesanstalt für Arbeit (BA) nicht zu Lasten der Qualität der Beratungs- und Vermittlungsarbeit gehen darf. "Wir haben zwar eine rückläufige Arbeitslosigkeit, aber wir haben hohe Bewegung am Arbeitsmarkt", sagte sie der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen (Freitagsausgabe).

Buntenbach, die derzeit BA-Verwaltungsratsvorsitzende ist, verweist unter anderem auf derzeit rund 910.000 Leiharbeiter, von denen jeder zweite nicht länger als drei Monate beschäftigt sei. Diese Menschen hätten einen verstärkten Beratungs- und Vermittlungsbedarf, so Buntenbach. Modellversuche hätten gezeigt, dass Agenturen mit einem verbesserten Personalschlüssel hier "signifikant bessere Ergebnisse" erzielt hätten. "Es ist durchaus sinnvoll, den Personalschlüssel zu verändern", folgert sie. BA-Chef Frank Jürgen Weise hatte Ende Dezember 2011 angekündigt, dass die BA bis zum Jahr 2015 bundesweit bis zu 17.000 Stellen abbauen müsse. Dieser Prozess, so Buntenbach, sei zwar auch im Verwaltungsrat mitdiskutiert und -beschlossen worden. Die Gewerkschafterin erinnert aber daran, dass es seitens der BA-Spitze eine Zusage gebe, dass die Strukturreform ohne Entlassungen vonstatten gehen müsse. Zudem, so Buntenbach weiter, müssten die örtlichen Personalräte beteiligt werden und die Wege für die Arbeitslosen dürften sich nicht erheblich verlängern.

Quelle: Neue Westfälische (Bielefeld) (ots)

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