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Nike kündigt Partnerschaft mit Amazon auf

Freigeschaltet am 14.11.2019 um 08:09 durch Thorsten Schmitt
Sportschuh von Nike: Produkte künftig nicht mehr auf Amazon.
Sportschuh von Nike: Produkte künftig nicht mehr auf Amazon.

Bild: nike.com

Der US-Sportartikelhersteller Nike kündigt seine Partnerschaft mit Amazon und stoppt den Verkauf seiner Produkte auf der Online-Plattform. Nike will damit eine direktere Verbindung zu Kunden aufbauen und stärker auf eine unabhängige E-Commerce-Strategie setzen. Mit dem Bruch endet ein Geschäftsverhältnis, das im Jahr 2017 begonnen hatte.

"Kein Weg vorbei an Amazon"

"Das ist eine temporäre Verhandlungsstrategie von Nike, um zu zeigen, dass sie auch eigenständig E-Commerce betreiben können. Aber längerfristig führt an Amazon kein Weg vorbei. Denn die meisten Unternehmen setzen auf eine Omni-Channel-Strategie, sie wollen auf allen Plattformen vertreten sein", erklärt Richard Geibel, Leiter des E-Commerce Instituts Köln, im Gespräch mit pressetext.

Auf Amazon bieten Drittverkäufer oft gefälschte Nike-Produkte an. Um diesem Problem entgegenzuwirken, registrierte sich Nike im Jahr 2017 auf der Plattform und begann damit, die eigenen Waren darauf selbst anzubieten. Jedoch änderte sich dadurch nichts daran, dass die Fälschungen immer noch im Umlauf waren. Sobald Nike sie entdeckte und entfernen ließ, tauchten sie unter einem anderen Namen erneut auf.

30 Prozent der Marge abgeben

"Auf Amazon haben Unternehmen die Möglichkeit, ihren Shop und damit den Vertrieb sowie das Marketing selbst zu betreiben, jedoch müssen sie dann auch etwa 30 Prozent ihrer Marge an Amazon abgeben. Deswegen diskutieren viele große Player hinter den Kulissen darüber, ob sie nicht doch stark genug sind, um das alleine zu stemmen", sagt Geibel.

Nike will nach dem Bruch mit Amazon "starke, unverwechselbare Partnerschaften" mit anderen Verkäufern und Verkaufsplattformen eingehen, um mit weltweiten Kunden eine enge Beziehung zu knüpfen. Trotz der gekündigten Partnerschaft wird Nike weiterhin den Cloud-Computing-Anbieter Amazon Web Services verwenden, um seine Apps zu betreiben.

Quelle: www.pressetext.com/Georg Haas

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