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Metropolen im Vergleich: Sozialwohnung gesucht

Archivmeldung vom 25.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Sanierter Wohnkomplex „Hannibal“ in Dortmund Bild: Mohammed Köhler - „CC-by-sa 3.0/de“ / wikipedia.org
Sanierter Wohnkomplex „Hannibal“ in Dortmund Bild: Mohammed Köhler - „CC-by-sa 3.0/de“ / wikipedia.org

Wie stellt sich die Situation für Wohnungssuchende mit geringem Einkommen ganz konkret dar? Inzwischen greifen 98 Prozent aller Immobiliensuchenden auf Portale zu - Immonet hat deshalb seine Datenbank befragt, wie umfangreich das Angebot an Immobilien ist, die einen Wohnungsberechtigungsschein (WBS) erfordern. Den WBS erhalten Personen bzw. Haushalte, die nur über ein sehr geringes Jahreseinkommen verfügen: Im Länderdurchschnitt liegt die Grenze für Singlehaushalte bei 12.000 Euro (Netto), bei 2-Personen-Haushalten bei 18.000 Euro.

Wer in Hamburg nach einer günstigen Bleibe sucht, hat schlechte Karten, denn der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter (Angebotspreise bei Immonet) lag im ersten Halbjahr 2013 bei 11,59 Euro pro Quadratmeter. Lediglich 1,23 Prozent der Wohnungen waren für Interessenten mit Wohnungsberechtigungsschein verfügbar. In Vorjahr lag das Angebot noch rund 12 Prozent höher.

In Berlin haben Geringverdiener etwas besserer Chancen, da hier der durchschnittliche Mietpreis 9,39 Euro pro Quadratmeter betrug. Gleichzeitig lag auch das Angebot an geförderten Wohnungen mit 2,82 Prozent des Gesamtangebotes etwas höher, verminderte sich jedoch im Vergleich zu 2012 ebenfalls um rund 12 Prozent.

Gute Chancen für Geringverdiener in Dresden

Besser ist die Ausgangssituation in Dresden: Hier lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei rund 6,70 Euro pro Quadratmeter und vergleichsweise üppige 7,4 Prozent der Wohnungen waren öffentlich geförderter Wohnraum. Allerdings nahm auch hier der Bestand ab, 2012 waren rund 7 Prozent mehr Wohnungen für WBS-Berechtigte verfügbar.

In Frankfurt a. M. lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Mietwohnungen sogar bei 13,30 Euro - keine guten Voraussetzungen für Geringverdiener. Zumal hier nur 1,32 Prozent der Wohnungen für Mieter mit Berechtigungsschein zugänglich waren. Jedoch stellt das bereits eine deutliche Steigerung zu den Vorjahren dar, im Vergleich zu 2012 verdreifachte sich das Angebot in 2013.

Mit einer Durchschnittsmiete von 10,29 Euro pro Quadratmeter ist Köln ein schwieriges Umfeld für finanzschwache Haushalte. Zumal hier nur 2,18 Prozent des gesamten Wohnungsangebotes für Mieter mit Berechtigungsschein in Frage kommen. Da ist tröstlich, dass der Bestand im Vergleich zu 2012 um 12 Prozent zugenommen hat.

In Leipzig ist der durchschnittliche Mietpreis im Vergleich zu anderen Metropolen mit 5,27 Euro pro Quadratmeter sehr günstig. Vielleicht kann die Stadt deshalb fast auf subventionierten Wohnraum verzichten - nur 0,14 Prozent des Angebotes ist hier für Mieter mit Wohnungsberechtigungsschein ausgewiesen. Im Vergleich zu 2012 nahm jedoch auch hier das Angebot um rund 7 Prozent zu.

Süddeutschland: Teures Pflaster mit wenigen Sozialwohnungen

Rund 12,60 Euro müssen Mieter in Stuttgart für den Quadratmeter zahlen. Wer die nicht aufbringen kann, ist auf die wenigen Sozialwohnungen der Stadt angewiesen - lediglich 1,2 Prozent machen diese vom Gesamtangebot der Mietwohnung aus. Das Angebot blieb in den vergangenen Jahren konstant gering - auf einen Ausbau hoffen wahrscheinlich nicht wenige Mieter.

München bestätigt mit 14,54 Euro pro Quadratmeter seinen Ruf als teures Pflaster. Die Stadt kann nur mit einer geringen Anzahl von Sozialwohnungen aufwarten, lediglich rund 0,6 Prozent sind für Mieter mit Berechtigungsschein zugänglich. Im Vergleich zum Vorjahr nahm das Angebot sogar um rund zwei Drittel ab.

Quelle: Immonet.de (ots)

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