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Kreditvergleich im Internet oft unseriös

Archivmeldung vom 28.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Andreas Morlok / PIXELIO
Bild: Andreas Morlok / PIXELIO

Über 300.000 Studierende in Deutschland finanzieren ihr Studium mit einem Kredit oder Gebührendarlehen. Sie können von historisch niedrigen Zinsen profitieren, wenn sie das richtige Angebot wählen. Die Auswahl ist mittlerweile groß. Wer sich allerdings im Internet informieren will, wird oft schlecht beraten.

"Da werden teilweise Kredite empfohlen, die es gar nicht gibt, oder Studenten wird nahegelegt, ihr Studium über ein Kreditkarten-Unternehmen zu finanzieren", sagt Marion Schmidt, Redakteurin für Bildung bei den G+J Wirtschaftsmedien. "Das ist irreführend und unseriös."

Die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND veröffentlicht in ihrer aktuellen Wochenendausgabe auf der Bildungsseite exklusiv den diesjährigen Studienkredit-Test des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Das CHE hat für den Test 36 Anbieter von Studienkrediten, Studienbeitragsdarlehen und Bildungsfonds nach folgenden Kriterien überprüft: Zugang, Elternunabhängigkeit, Kosten, Risiko und Flexibilität. Mit dem Ergebnis, dass kein Anbieter in allen Prüfkriterien vollends überzeugen konnte. Doch vor allem regionale Banken wie die Stadtsparkasse Augsburg oder die Sparkasse Herford schneiden in vielen Kategorien sehr gut ab. Zu den Spitzenreitern zählt auch der Bildungsfonds des Anbieters Career Concept. Dabei investieren Anleger in einen Fonds, aus dem ausgewählte Studenten gefördert werden. Nach Abschluss des Studiums zahlen diese für einen bestimmten Zeitraum einen definierten Prozentsatz ihres Einkommens zurück. "Der Bildungsfonds von Career Concept gehört sicher zu den charmantesten Angeboten, die derzeit auf dem Markt sind", sagt CHE-Projektleiter Ulrich Müller.

Vom gesunkenen Zinsniveau profitieren Studenten bei den Angeboten der Landesbanken besonders. Diese haben die Zinssenkungen zum größten Teil weitergegeben. Konkurrenzlos günstig ist das Bayerische Studienbeitragsdarlehen mit nur 2,61 Prozent Effektivzins in der Auszahlungsphase, das über die KfW vertrieben wird. Besonders günstige Konditionen bieten auch regional tätige Kreditinstitute wie etwa die Stadtsparkasse Augsburg, Raiffeisenbanken in Main-Spessart und Vereinigte Raiffeisenbanken Gräfenberg, Forchheim, Eschenau, Heroldsberg. Die Dresdner Bank hat sich nach dem Zusammenschluss mit der Commerzbank aus dem Geschäft mit Studienkrediten zurückgezogen. Die Deutsche Bank schneidet, bezogen auf den Zinssatz in der Rückzahlungsphase, von allen Anbietern im Test am schlechtesten ab.

Quelle: Financial Times Deutschland

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