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DIHK-Präsident Driftmann kritisiert Forderungen nach Staatshilfen für Arcandor

Archivmeldung vom 03.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, hat die Forderungen nach Staatshilfen für den Warenkonzern Arcandor aus der Politik und aus dem Unternehmen scharf kritisiert.

"Das Problem bei Arcandor ist über lange Zeit entstanden und hat mit der aktuellen Krise nur bedingt zu tun", sagte Driftmann der "Rheinischen Post". "Staatshilfen für Arcandor wären daher nach Opel ein weiterer politischer Tabubruch. Das habe ich auch in einem Gespräch mit dem Bundeswirtschaftsminister deutlich gemacht."

SPD knüpft Bürgschaft für Arcandor an Bedingungen

Die SPD stellt vor einer möglichen Staatsbürgschaft für den angeschlagenen Karstadt-Mutterkonzern Arcandor Bedingungen. "Wir wollen helfen, aber dazu müssen auch die Arcandor-Eigentümer ihren Beitrag leisten", sagte SPD-Fraktionsvize Joachim Poß der Essener WAZ-Gruppe mit Blick auf Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz und die Privatbank Sal. Oppenheim. Arcandor-Gesamtbetriebsratschef Hellmut Patzelt warb erneut eindringlich für Staatshilfen, um die drohende Insolvenz abzuwenden. "Wir erfüllen die Kriterien für eine Bürgschaft", sagte Patzelt der WAZ-Gruppe. "Unsere existenziellen Probleme sind erst durch die Bankenkrise entstanden." Die Belegschaft habe bislang 820 000 Unterschriften bei Kunden gesammelt, berichtete der Gesamtbetriebsratschef. In den kommenden Tagen wolle  man die Millionen-Marke überschreiten, fügte er hinzu. In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) habe er um einen Gesprächstermin geben. Zu Warnungen aus Union und FDP, der Steuerzahler dürfe nicht für Managementfehler bezahlen, sagte Patzelt: "Bürgschaften sind nicht für die Manager, sondern für die Menschen. Wir haben akut mehr als 50 000 Arbeitsplätze in Gefahr."

Quelle: Rheinische Post / Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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