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Deutsche Wirtschaft zunehmend unzufrieden mit Bachelor-Absolventen

Archivmeldung vom 23.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Eric Schweitzer Bild: DIHK / Thomas Kierok
Eric Schweitzer Bild: DIHK / Thomas Kierok

Die deutsche Wirtschaft ist zunehmend unzufrieden mit den Bachelor-Absolventen. Nur noch 47 Prozent aller Unternehmen sagen, diese würden ihre Erwartungen erfüllen: Dies geht aus einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 2000 Unternehmen hervor, über die die "Welt" berichtet. 2007 waren noch 67 und 2011 noch 63 Prozent aller Firmen mit den Absolventen zufrieden gewesen.

Besonders kleine Unternehmen sowie die Tourismuswirtschaft und Dienstleistungsunternehmen wie Gesundheitsdienstleister sind der Umfrage zufolge von den Fähigkeiten der Bachelor-Absolventen enttäuscht. Rund jedes dritte Unternehmen aus diesen Wirtschaftszweigen wünscht sich demnach eine stärkere Praxisorientierung der Studiengänge.

DIHK-Präsident Eric Schweitzer fordert, aus diesen Ergebnissen Konsequenzen zu ziehen. "Die Zahl der Studienplätze kann nicht grenzenlos steigen. Ich bin sogar dafür, sie wieder zu verknappen", sagte Schweitzer der "Welt". Erstens sei die Abbruchquote unter Studienanfängern mit knapp 30 Prozent viel zu hoch. Zweitens ginge der Boom bei den Studentenzahlen zulasten der dualen Berufsausbildung. "Wir leiden an einer Überakademisierung", sagte Schweitzer. "Die Hochschulen müssen mit sinnvollen Zulassungsbeschränkungen, die sich nicht nur an Abiturnoten orientieren dürfen, geeignete Kandidaten für die richtigen Fächer finden."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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