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Umweltforscher für Abgabe zur Erhöhung des Ölpreises

Archivmeldung vom 23.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Ernst Ulrich von Weizsäcker (2010)
Ernst Ulrich von Weizsäcker (2010)

Foto: Denniss
Lizenz: CC-BY-SA-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der renommierte Umweltforscher Ernst Ulrich von Weizsäcker plädiert dafür, dass derzeit billige Erdöl durch staatliche Abgaben zu verteuern, um die Anreize für Energiesparen und Klimaschutz zu erhalten. "Ich plädiere dafür, die Verbilligung soweit wie politisch durchsetzbar abzufangen und sie zu kompensieren durch Abgaben", sagte Weizsäcker im Interview mit der "Frankfurter Rundschau". Dies solle für den Staat jedoch "aufkommensneutral" sein. Mit den Einnahmen sollten "andere Abgaben entsprechend gesenkt werden".

Weizsäcker ist Co-Präsident des Thinktanks "Club of Rome" und war Gründungspräsident des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt, Energie.

Der Forscher erinnerte an das Beispiel Dänemarks, das Anfang der 1980er-Jahre nach diesem Modell verfuhr. "Dänemark hat die damalige Verbilligung des Öls steuerlich abgefangen und andere Abgaben gesenkt und das ist der dänischen Wirtschaft großartig bekommen". Er habe "absolut" die Sorge, dass der Klimaschutz bei einer länger anhaltenden Phase mit niedrigen Ölpreise erlahme, sagte Weizsäcker. "Gut, dass es wenigstens in weiten Teilen der Weltbevölkerung die Einsicht gibt, dass das nicht passieren darf."

Der Rohölpreis hat sich im vergangenen Jahr mehr als halbiert, er liegt derzeit unter 50 Euro pro Fass.

Weizsäcker plädierte auch für eine Neuauflage der ökologischen Steuerreform, die von der rot-grünen Bundesregierung in den Jahren 1999 bis 2003 durchgeführt wurde. Sie müsse allerdings so angelegt werden, dass die Energiepreise einem "langfristig kalkulierbareren, langsam ansteigenden Preiskorridor" folgen und stark schwankende Preise vermieden werden. Dann könnten Politik und Wirtschaft Infrastrukturplanung, Investitionsentscheidungen und Technologieentwicklung darauf ausrichten, sagte der Experte.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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