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Nach EZB-Entscheidungen: Goldpreis legt kräftig zu

Archivmeldung vom 05.06.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.06.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Mario Draghi (2012)
Mario Draghi (2012)

Foto: World Economic Forum
Lizenz: CC-BY-SA-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Nach den EZB-Entscheidungen vom Donnerstag hat der Goldpreis einen kräftigen Satz nach oben gemacht. Selbst der in US-Dollar notierte Preis je Feinunze legte gegen 14:45 Uhr MESZ rund ein Prozent auf bis zu 1.257 Zähler zu. Weil der Euro schon nach der Leitzinsentscheidung eine Stunde zuvor in den Sinkflug gegangen war, befeuerte das den Goldpreis in Euro noch weiter.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte zuvor angekündigt, angesichts des derzeitigen Inflationsausblicks die niedrigen EZB-Leitzinsen "für eine längere Zeit auf den aktuellen Niveaus" zu halten. . Dazu wolle die Zentralbank unter anderem verbriefte Kredite (ABS) aufkaufen, sagte der EZB-Präsident am Donnerstag in Frankfurt. Zudem kündigte Draghi neue langfristige Notenbank-Kredite (LTRO) an, die zunächst ein Volumen von 400 Milliarden Euro haben sollen. Der EZB-Präsident stellte kurzfristig weitere Maßnahmen in Aussicht, wenn diese notwendig werden sollten. Die Wirtschaft wachse nur schwach, zudem gebe es etwa in den Schwellenländern Risiken, die die Konjunktur belasten könnten, begründete Draghi den Schritt. Der EZB-Präsident forderte die Politik überdies zu weiteren Reformen auf. Zuvor hatte die Zentralbank mitgeteilt, den Leitzins auf 0,15 Prozent und den Einlagenzins auf minus 0,1 Prozent zu senken. Der Leitzins werde "für eine längere Zeit auf dem aktuellen Niveau bleiben", sagte der EZB-Präsident. Damit müssen Geschäftsbanken erstmals Strafzinsen bezahlen, wenn sie kurzfristig nicht benötigtes Geld bei der EZB parken. Mit dem Schritt sollen Unternehmen insbesondere in Südeuropa wieder mehr Kredite bekommen. Der Leitzins der Zentralbank wurde auf das Rekordtief von 0,15 Prozent gesenkt, wie die Währungshüter nach der Sitzung des EZB-Rats mitteilten. Den Zinssatz für die sogenannte Spitzenrefinanzierungsfazilität, zu dem sich Geschäftsbanken im Euroraum kurzfristig Geld bei der EZB beschaffen können, senkte die Zentralbank auf 0,4 Prozent. Die Währungshüter hatten den Leitzins zuletzt Anfang November des vergangenen Jahres auf 0,25 Prozent gesenkt.

EZB-Zinssenkung hievt DAX über 10.000-Punkte-Marke

Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), den Leitzins auf 0,15 Prozent und den Einlagenzins auf minus 0,1 Prozent zu senken, hat den DAX am Donnerstagmittag zunächst steigen und den Euro fallen lassen. Unmittelbar nach der Entscheidung der Währungshüter kletterte der deutsche Leitindex auf über 9.970 Punkte und näherte sich damit erneut der psychologisch wichtigen Marke von 10.000 Punkten. Gleichzeitig ließ die EZB-Entscheidung den Euro auf ein Viermonats-Tief absacken: Die Gemeinschaftswährung fiel von etwas über 1,36 US-Dollar auf 1,3560 US-Dollar. Wenig später zog der Euro gegenüber dem Dollar aber wieder an und notierte bei 1,3573.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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