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Deutsche Banken im Schuldensumpf

Archivmeldung vom 14.06.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.06.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Deutsche Banken mit hohen Forderungen in Krisenländern. Bild: pixelio.de, Kurt F. Domnik
Deutsche Banken mit hohen Forderungen in Krisenländern. Bild: pixelio.de, Kurt F. Domnik

Deutschlands Banken haben in Europas Krisenländern offene Forderungen von Hunderten Milliarden. Nur französische Institute stecken in Griechenland, Irland, Portugal und Spanien noch tiefer im Schuldensumpf, wie die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) meldet.

Mit 465 Mrd. Dollar sind allein die deutschen Häuser in den betroffenen Staaten engagiert. Gemeinsam mit den französischen schaffen es die Banken auf Forderungsbestände in Höhe von 958 Mrd. Dollar. Den BIZ-Angaben nach haben die Bedenken zuletzt zugenommen, "dass das Finanzsystem anfälliger ist als zuvor vermutet".

"Griechenland alleine ist nicht das Problem", sagt Hans-Peter Burghof, Lehrstuhlinhaber für Bankwirtschaft und Finanzdienstleistung an der Universität Hohenheim, im Gespräch mit pressetext. Ausfälle bei einer Zahlungsunfähigkeit könnten die Banken wegstecken, meint der Experte. "Eine Pleite des gesamten europäischen Südteils wäre jedoch nicht verkraftbar", so Burghof.

Wachstumsbremse Schulden

Die Besorgnis über die öffentliche Haushaltslage in der Eurozone hat in den vergangenen Wochen zu heftigen Turbulenzen und hoher Volatilität an den Finanzmärkten geführt. "In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften stand für Anleger und Marktbeobachter die Gefahr im Vordergrund, dass die rasant wachsende Staatsverschuldung die Erholung der Wirtschaft behindern könnte", urteilt die BIZ. Selbst durch die Ankündigung des europäischen Rettungspakets konnten die Bedenken nicht zerstreut werden. Vielmehr dauerte die Flucht aus riskanten Anlagen an, was die Risiko- und Liquiditätsprämien weiter steigen ließ.

Über die steigenden Schulden hinaus weckte der BIZ zufolge die verschärfte Wirtschaftspolitik in den Emerging Markets China, Indien und Brasilien Zweifel daran, ob die aufstrebenden Volkswirtschaften für die notwendige globale Wachstumsdynamik sorgen können. Dennoch lenkten die Banken mehr Geld in jene vergleichsweise schneller wachsenden Regionen. Die Forderungen kletterten hier um 37 Mrd. Dollar, während sich die Institute hierzulande mit Investitionen zurückhalten und die Zahl an Insolvenzen aufgrund der knappen Kreditvergabe steigt.

Quelle: pressetext.deutschland Manuel Haglmüller

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