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Coca-Cola stoppt sexistische Sprite-Kampagne

Archivmeldung vom 13.08.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.08.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Sprite-Werbung: kein reines Trinkvergnügen. Bild: twitter.com, Cristiana De Lia
Sprite-Werbung: kein reines Trinkvergnügen. Bild: twitter.com, Cristiana De Lia

Die "Brutally refreshing"-Werbekampagne von Sprite sorgt im katholisch geprägten Irland für Aufruhr. Konzernmutter Coca-Cola erntete vor wenigen Tagen einen Shitstorm. Der Vorwurf: Frauenfeindlichkeit und Sexismus. So werden mit "You're not popular, you're easy" in der Regel Frauen angesprochen, die leicht ins Bett zu bekommen sind. Auch der Slogan "She's seen more ceilings... than Michelangelo" sorgte für Kritik. Gemeint ist eine Frau, die wahllos mit vielen Männern Sex hat und deshalb noch mehr Zimmerdecken kennt als der berühmte (Decken-)Maler.

Kurz nach dem Auftauchen dieser "brutalen Wahrheiten" starteten hunderte Iren via Twitter eine Gegenattacke. Tenor: Sprite solle sich für diese "brutal offensive" und sexistische Kampagne schämen und entschuldigen. Die Proteste zeigten schnell Wirkung: Schon tags darauf cancelte Coca-Cola die Kampagne. Eine Sprecherin versicherte, die kontroversen Werbesprüche nicht wieder auftauchen zu lassen.

Coca-Cola entschuldigte sich in einer von der BBC verbreiteten Stellungnahme für die ausgelöste Empörung durch die Kampagne. Die Sätze sollten demnach eigentlich ausgefallen, aber humorvoll Situationen beschreiben. Die Kampagne in Irland startete bereits im März dieses Jahres, sogar mit auf Flaschen abgedruckten "Wahrheiten".

Wiederholungstäter Coca-Cola

Coca-Cola ist allerdings ein Wiederholungstäter, was Diskriminierung betrifft. Im Vorjahr wurde ein Werbeclip nach Rassismusvorwürfen gelöscht, in dem die Darstellung indigener Mexikaner einen Shitstorm ausgelöst hatte.

Quelle: www.pressetext.com/Lutz Steinbrück

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