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Deutsche Bank will betriebsbedingte Kündigungen vermeiden

Archivmeldung vom 29.03.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.03.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main; im Volksmund werden die beiden Hochhäuser auch als „Soll und Haben“ bezeichnet.
Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main; im Volksmund werden die beiden Hochhäuser auch als „Soll und Haben“ bezeichnet.

Foto: Jürgen Matern
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Deutsche Bank versucht, bei ihrem geplanten Abbau von 4000 Stellen in Deutschland ohne betriebsbedingte Kündigungen auszukommen. "Unser Ziel ist es, den Arbeitsplatzabbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten", sagte Privatkundenvorstand Christian Sewing im Interview mit dem "Handelsblatt". Das habe die Bank auch in der Vergangenheit immer so gehalten. "Ich bin zuversichtlich, dass uns das auch diesmal gelingt."

Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, hatte sich gegenüber dem "Handelsblatt" vor kurzem ebenfalls optimistisch gezeigt, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde. Im Immobilienkreditgeschäft will sich die Deutsche Bank nach den Worten Sewings künftig stärker zurückhalten. "Die Baufinanzierung ist ein wichtiges Ankerprodukt. Aber die großen Wachstumsraten der vergangenen Jahre streben wir nicht mehr an", sagte er. Die Bank wolle Hypothekenkredite vorwiegend an solche Kunden geben, mit denen sie eventuell auch noch andere Geschäfte abschließen könne. "Aber wenn es bei den geringen Margen das einzige Produkt für den Kunden ist, lässt sich das mit Blick auf die anspruchsvolleren Kapitalregeln nur schwer begründen", so Sewing.

Dass Banken die Minuszinsen der Europäischen Zentralbank an ihre Privatkunden weitergeben werden, hält er für unwahrscheinlich. "Ich kann mir zurzeit nicht vorstellen, dass das in der Breite an Privatkunden weitergereicht wird", sagte er. Auf die Frage, ob sein eigenes Haus über solch eine Verwahrgebühr nachdenke, sagte Sewing: "Wir denken insgesamt über den richtigen Mix in der Preisgestaltung nach." Deswegen fühle sich die Bank in ihrem Kurs bestätigt, wenn andere Institute nun das Ende des kostenlosen Kontos verkündeten. "Primär wollen wir aber zu einer anderen Gewichtung in unserem Geschäft kommen, hin zu mehr Wertpapierberatung", so Sewing.

Die schweren Turbulenzen, in die die Deutsche-Bank-Aktie zu Jahresbeginn geriet, bezeichnete Sewing als "übertrieben". Auch auf das Vertrauen der Deutsche-Bank-Kunden hätten die Turbulenzen keine Auswirkung gehabt. "Unsere Einlagenvolumina sind weiterhin stabil", betonte er.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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