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Börsen-Ratgeber Markus Frick warnt vor neuem Krisen-Bereich

Archivmeldung vom 06.11.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.11.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Börsen-Ratgeber Markus Frick warnt vor neuem Krisen-Bereich
Börsen-Ratgeber Markus Frick warnt vor neuem Krisen-Bereich

Der US-Gewerbeimmobilienmarkt, hier könnte die nächste Krise auf uns zukommen. Der US-Gewerbeimmobilienmarkt bereitet zunehmend Sorgen, denn mit Capmark Financial hat einer der ganz Großen in der Branche Gläubigerschutz beantragt.

Der Darlehensanbieter reichte den Antrag wegen Überschuldung beim Konkursgericht im Wilmington im US-Bundesstaat Delaware ein. Laut den Dokumenten belief sich die Bilanzsumme des Finanzierers von gewerblichen Immobilien per Ende Juni auf 20,1 Mrd. Dollar, die Verschuldung auf 21 Mrd. Dollar.

Capmark gehörte bis 2006 zum Automobil- und Immobilienfinanzierer GMAC, der selbst wiederum General Motors und Cerberus gehört. Ein Konsortium um Goldman Sachs und KKR übernahm dann die Mehrheit. Der Anteil dieser Gruppe beträgt 75,4%. GMAC ist noch mit 21,3% an Capmark beteiligt.

Zu den Gläubigern von Capmark zählen unter anderen die US-Großbanken Citigroup und JPMorgan Chase. Die Gefahr besteht darin, dass viele Banken auf das Problem der gewerblichen Leerstände und damit massiv steigender Kreditausfälle nicht vorbereitet sind. Das Wall Street Journal schreibt dazu:

„Banken werden nur langsam die Schwere der Verluste erkennen - genau wie im Häusermarkt“.

Die Banken versuchen jetzt auf Zeit zu spielen, da sie die nötigen Abschreibungen immer weiter hinauszögern. Die Laufzeiten der faulen Kredite werden einfach verlängert, obwohl man diese Darlehen heute nicht mehr vergeben würde. Die Banken halten aktuell ausstehende Kredite in Gewerbeimmobilien von 3,4 Billionen Dollar und da könnten eventuell noch größere Probleme auf uns zukommen.

Fazit: Dadurch, dass die FED dies aber schon erkannt hat, wird natürlich jetzt schon dagegen gesteuert und somit wird jedes systemrelevante Unternehmen auch von der FED aufgefangen, falls es in Schieflage gerät. Einen zweiten Finanz-Tsunami erwarte ich daher nicht.

Quelle: Finanzdialog Verlag GmbH / Markus Frick

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