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Pandemie verursacht Zusatzkosten bei Hörakustikern

Archivmeldung vom 23.06.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.06.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Hinter-dem-Ohr-Hörgerät (2011)
Hinter-dem-Ohr-Hörgerät (2011)

Foto: ReSound
Lizenz: CC BY 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Versorgung von Schwerhörigen mit individuell angepassten Hörsystemen wird in Deutschland durch die hoch qualifizierten Hörakustiker sichergestellt. Als systemrelevantes Gesundheitshandwerk hielten diese ihre Geschäfte auch während der bisherigen Lockdown-Phasen weiterhin geöffnet, um die Versorgung von Menschen mit Hörproblemen während der Pandemie flächendeckend aufrechtzuerhalten.

Hörakustiker bieten als Gesundheitsberuf einen hohen Standard an Hygiene und Sicherheit. Im Rahmen der Pandemiebekämpfung haben sie ihre Hygienekonzepte allerdings deutlich erweitert und in weitere Schutzmaßnahmen investiert. Dazu gehörten unter anderem die Beschaffung und das Tragen von Einweg-Masken als auch Einweg-Handschuhen, das Aufstellen von Desinfektionsspendern, das Anbringen von Plexiglaswänden sowie ein erhöhter Reinigungs- und Desinfektionsaufwand, um den Schutz ihrer Kunden auch während der Pandemie sicherzustellen.

Um Abstände einzuhalten und Kontakte zu vermeiden, wurde oftmals nur ein einzelner Kunde empfangen - auch wenn die Fachgeschäfte eigentlich für die Versorgung von mehreren Personen gleichzeitig ausgelegt sind. Ausreichend Fachpersonal musste trotzdem vorgehalten werden, denn in der Hörakustik herrscht Meisterpflicht und die Anwesenheit eines Hörakustikermeisters ist erforderlich. Diese und noch zahlreiche weitere individuelle pandemiebedingte Maßnahmen haben zu einer unerwarteten Kostenbelastung für die Hörakustiker während der vergangenen Monate geführt. Gleichzeitig haben die Hörakustiker teilweise hohe Umsatzeinbußen erfahren, da sie durch das Einhalten von Abständen und Vermeiden von Kontakten nicht so viele Versorgungen in ihren Geschäften durchführen konnten wie in den Jahren vor der Pandemie.

Trotz dieser zusätzlichen Belastungen ist die professionelle Hörsystemversorgung in Deutschland auch in Zukunft auf höchstem Niveau sichergestellt. Denn Hörakustiker setzen obschon teils schwieriger Umstände ihre Verantwortung als systemrelevante Gesundheitshandwerker gegenüber den Versicherten immer an erste Stelle. Das Hörakustiker-Handwerk investiert darum auch in Pandemiezeiten in die Ausbildung dringend benötigter Nachwuchskräfte und bietet bundesweit Ausbildungsplätze. Seit Jahren zeichnet es sich über eine hohe Ausbildungsquote von rund 20 Prozent aus - im Handwerk ein absoluter Spitzenwert. Über 900 Auszubildende werden im Jahr 2021 ihre Gesellenprüfung im Hörakustiker-Handwerk abgeschlossen haben.

Quelle: Bundesinnung der Hörakustiker KdöR (ots)


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