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Metall-Arbeitgeber gehen von bis zu sieben Prozent Wachstum aus

Archivmeldung vom 15.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Dr. Stefan Wolf Bild: Südwestmetall
Dr. Stefan Wolf Bild: Südwestmetall

Die Metall- und Elektroindustrie geht von deutlichem Wachstum im neuen Jahr aus. Stefan Wolf, Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, sagte im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung", seine derzeitige Prognose liege bei fünf bis sieben Prozent. Dennoch gebe es in der Branche nichts zu verteilen, betonte Wolf mit Blick auf die Metalltarifverhandlungen, die in der kommenden Woche in die zweite Runde gehen.

Er betonte: "Wenn wir fünf, sechs, sieben Prozent wachsen würden in 2021, dann haben wir die 16 Prozent, die wir 2020 verloren haben, und die fünf Prozent, die wir schon 2019 verloren haben, natürlich noch lange nicht wieder wettgemacht." Bis diese Umsatzrückgänge ausgeglichen seien, "sind wir wahrscheinlich im Jahr 2023, vielleicht sogar im Jahr 2024".

Die Forderung der IG Metall nach tariflichen Verbesserungen im Volumen von vier Prozent fällt nach den Worten von Wolf völlig aus der Zeit. Er betonte: "Unternehmen, die im Durchschnitt 16 Prozent und in der Spitze sogar 30 Prozent Umsatz verloren haben, können bei den Personalkosten nichts drauflegen im laufenden und wahrscheinlich auch nicht im kommenden Jahr. Das liegt auf der Hand."

Wolf forderte stattdessen "Kostenneutralität" und sehr viel mehr individuelle Möglichkeiten, um vom Flächentarifvertrag abweichen zu können, da die Betriebe so unterschiedlich strukturiert seien. "Wenn wir uns da verständigen, dann haben wir einen Zukunftstarifvertrag."

Streiks befürchtet Wolf angesichts der Corona-Pandemie nicht. "Dafür ist die Lage zu ernst. Die Beschäftigten wollen, dass ihre Jobs erhalten werden, sie wollen auch wieder in den Betrieb kommen. Streiks helfen da nicht. Wenn die Corona-Infektions- und die -Todeszahlen weiter so hoch bleiben wie aktuell, haben die Menschen wirklich andere Sorgen."

Im Übrigen dürfe man nicht vergessen, dass in der Metall- und Elektroindustrie Spitzenlöhne und -gehälter gezahlt würden, so Wolf weiter. "In Baden-Württemberg verdienen die Beschäftigten in der Metall- und Elektro-Industrie im Durchschnitt 65.000 Euro im Jahr. In der obersten tariflichen Entgeltgruppe gibt es 110.000 Euro. Da glaube ich nicht, dass die Menschen in der aktuellen Situation für vier Prozent auf die Straße gehen wollen."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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