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Kirchenrechtler kritisiert Umgang mit Missbrauchsstudie im Erzbistum Köln

Archivmeldung vom 26.10.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.10.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Kindesmissbrauch in der Kirche hat eine lange Tradition - und nicht nur dort! (Symbolbild)
Kindesmissbrauch in der Kirche hat eine lange Tradition - und nicht nur dort! (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller bezeichnet es als ein "Trauerspiel", dass im Erzbistum Köln eine unabhängige Studie zum Umgang der Bistumsleitung mit Missbrauchsfällen noch immer nicht veröffentlicht wird.

"Die kirchliche wie säkulare Öffentlichkeit im Erzbistum Köln, vor allem aber die Opfer sexueller Gewalt, haben ein Recht zu erfahren, wer in den letzten Jahrzehnten von den Kölner Verantwortungsträgern wie im Umgang von Anzeigen von sexuellem Missbrauch gehandelt hat", so Schüller im Gespräch mit der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Für ihn wird zu viel beschönigend von "Mitverantwortung", von "Bedauern" und persönlichem "Betroffensein" durch angefragte Entscheidungsträger der katholischen Kirche gesprochen. Aber die Worte "eigene Verantwortung" und Bekenntnisse der eigenen Schuld höre man so gut wie gar nicht, "geschweige denn, dass man eine persönliche Antwort auf diese nicht wahrgenommene Verantwortung gibt". An dem "System Kirche" werde sich seiner Einschätzung nach vorerst nur wenig ändern: "So lange nicht Frauen in alle Ämter der Kirche kommen können, bleibt die toxische Gefahr eines männerbündischen klerikalen Systems, das immer wieder neue Opfer sexueller und geistlicher Gewalt produzieren wird", sagte Schüller.

Quelle: Rheinische Post (ots)


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