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EU-Parlamentspräsident Schulz stolz auf Friedensnobelpreis für EU

Archivmeldung vom 12.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Martin Schulz Bild: martin-schulz.info
Martin Schulz Bild: martin-schulz.info

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (SPD), ist nach eigener Aussage stolz auf den Friedensnobelpreis für die EU. "Wir sind stolz, wir sind glücklich, das ist ein schöner Tag für alle, die an das europäische Einigungsprojekt glauben", erklärte der Parlamentspräsident am Freitag im "Deutschlandfunk".

Die Auszeichnung sei ein Appell, "weiterzumachen und sich nicht beirren zu lassen, auch wenn wir in einer Krise sind", betonte der SPD-Politiker. Gleichzeitig kündigte Schulz an, dass EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso den Friedensnobelpreis als "Repräsentant der zentralen Exekutivorganisation" entgegennehmen werde. "Ich werde ihn dabei begleiten, ich nehme an, Herr Van Rompuy auch."

Westerwelle: Friedensnobelpreis für EU "großartige Entscheidung"

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat das Votum des Nobelkomitees, das der Europäischen Union am heutigen Freitag den diesjährigen Friedensnobelpreis verliehen hatte, begrüßt und als "großartige Entscheidung" bezeichnet. "Das ist eine großartige Entscheidung, die mich stolz und glücklich macht", erklärte Westerwelle im chinesischen Shenyang.

Aus den Trümmern von zwei schrecklichen Weltkriegen seien Frieden und Freiheit gewachsen, aus Erbfeinden seien gute Freunde und untrennbare Partner geworden, so der Bundesaußenminister. "Der Nobelpreis ist uns großer Ansporn, jetzt erst recht unsere eigenen Probleme zu lösen, mit unserem europäischen Modell der Kooperation Beispiel zu geben und unsere europäischen Anstrengungen für eine friedliche Entwicklung der Welt noch zu verstärken." Neben Westerwelle äußerte sich auch Martin Schulz (SPD), Präsident des Europäischen Parlaments, zu der Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU.

"Die EU ist ein einzigartiges Projekt, das Krieg durch Frieden ersetzt hat", betonte Schulz, der überdies erklärte, dass es in der EU um Versöhnung gehe und sie damit als eine Inspiration für andere dienen könne. Für Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) kommt die Entscheidung des Nobelpreiskomitees unterdessen "zum richtigen Zeitpunkt". Sie stärke die Kräfte, die sich für eine weitere Integration der EU einsetzten, erklärte der Altkanzler. Sie sei zudem "eine deutliche Absage an Nationalismus und Kleinstaaterei", betonte Schröder.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso bezeichnete die Auszeichnung auf seiner Internetseite als "große Ehre für die gesamte EU" und für "alle 500 Millionen Bürger". Das Nobelpreiskomitee hatte der EU am Freitag den Friedensnobelpreis verliehen. Komitee-Chef Thorbjörn Jagland begründete die Entscheidung in der norwegischen Hauptstadt Oslo damit, dass die EU seit über sechs Jahrzehnten zur friedlichen Entwicklung in Europa beigetragen habe.

Zudem habe die EU daran mitgewirkt, den Frieden und die Versöhnung zwischen West und Ost zu stärken, sagte Jagland weiter. Der Friedensnobelpreis ist in diesem Jahr mit umgerechnet rund 930.000 Euro dotiert und wird traditionell am 10. Dezember in Oslo verliehen. Die EU war in den vergangenen Jahren immer wieder für die Auszeichnung nominiert gewesen.

Lammert begrüßt Friedensnobelpreis für EU

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union begrüßt. "Diese schöne und verdiente Auszeichnung macht deutlich, dass die Europäische Union weit mehr ist als ein großer Markt, mehr als eine Verwaltung und auch mehr als eine gemeinsame Währung: Sie ist vor allem eines der größten, eindrucksvollsten und erfolgreichsten Friedensprojekte in der Geschichte der Menschheit", sagte Lammert der "Welt" (Samstagausgabe).

Das Nobelpreiskomitee hatte der EU am Freitag den Friedensnobelpreis verliehen. Komitee-Chef Thorbjörn Jagland begründete die Entscheidung in der norwegischen Hauptstadt Oslo damit, dass die EU und ihre Vorgänger seit über sechs Jahrzehnten zur friedlichen Entwicklung in Europa beigetragen haben. Zudem habe die EU daran mitgewirkt, den Frieden und die Versöhnung zwischen West und Ost zu stärken, sagte Jagland weiter.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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