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Käßmann: Luther war kein makelloser Held

Archivmeldung vom 31.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Margot Käßmann (2011)
Margot Käßmann (2011)

Foto: James Steakley
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Botschafterin des Rates der EKD für das 500-jährige Reformationsjubiläum, Margot Käßmann (55), ist sich der Schattenseiten des Reformators Martin Luther bewusst. "Wir können Luther sicher nicht als makellosen Helden sehen. Er hat leider auch mit seinem Antijudaismus die Entwicklung der evangelischen Kirche geprägt, bis hin zum Holocaust", sagte Käßmann den "Lübecker Nachrichten". Luther habe auch gegen die Türken und Wiedertäufer gewettert, "seine Intoleranz gegenüber anderen Glaubensrichtungen ist für uns heute völlig inakzeptabel", so Käßmann. Aber "Gott sei Dank gibt es eine Lerngeschichte in der Reformation", sagte die ehemalige Bischöfin, die von 2009 bis 2010 Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) war.

Halloween ist für Käßmann nur "kommerzieller Humbug": "Das wurde gezielt eingeführt, um irgendwo im Kalender zwischen den Sommer-Grillpartys und dem 1. Advent noch ein Verkaufs-Event mit allem möglichen Schnickschnack zu etablieren." Halloween sei gegen alle Grundüberzeugungen der Reformation, denn Martin Luther wollte Angst nehmen - vor Geistern, Gespenstern, dem Bösen, dem Teufel. "Und heute? Da sind am 31. Oktober die Kinder in Grusel-Kostümen unterwegs. Das kann ich nicht ernst nehmen", so Käßmann.

Quelle: Lübecker Nachrichten (ots)

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