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ADAC Brückentest: Massive Schäden in Lübeck - Stadt muss sofort handeln

Archivmeldung vom 19.12.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.12.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Rehderbrücke Lübeck - Stelzenträger durch Rost zerstört und nicht mehr tragfähig. Bild: ADAC
Rehderbrücke Lübeck - Stelzenträger durch Rost zerstört und nicht mehr tragfähig. Bild: ADAC

Zwei von drei im aktuellen bundesweiten ADAC Test untersuchten Brücken in Lübeck weisen so schwere Schäden auf, dass die Stadt Sofortmaßnahmen ergreifen muss, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Sowohl an der Hüxtertorbrücke als auch an der Rehderbrücke sind wesentliche Bauteile und Gelenke stark verrostet, wodurch die Standsicherheit massiv beeinträchtigt ist. Beim dritten Testkandidaten in der Hansestadt (Sandbergbrücke) wurden durch die Tester Wasseransammlungen in verschiedenen Hohlkörpern vermutet und der Stadt Lübeck angezeigt. Diese reagierte sofort und sorgte dafür, dass das Wasser abfließen konnte. Alle Ergebnisse des zweiten großen ADAC Brückentests in zehn deutschen Großstädten werden im April 2014 vorgestellt.

Bei den stark beschädigten Brücken in Lübeck besteht laut Einschätzung des ADAC dringender Handlungsbedarf. Die festgestellten Rostschäden an tragenden Bauteilen der Hüxtertorbrücke sowie die Verschiebung der Brückenlager sorgen für eine Beeinträchtigung der Standsicherheit. Zudem sind die Träger unter dem Gehweg stark verrostet. Der Automobilclub fordert deshalb, umgehend die Achslast von passierenden Fahrzeugen auf maximal sechs Tonnen zu reduzieren.

Wenig erfreulich ist auch der Zustand der Rehderbrücke: Gelenke sind bereits massiv verschoben und durch Rost teilweise zerstört. Die Forderung der ADAC Experten: Das zulässige Fahrzeuggewicht auf 7,5 Tonnen und die Höchstgeschwindigkeit auf max. 20 Stundenkilometer reduzieren. Auf diese Sofortmaßnahmen sollten zudem kurzfristig Instandsetzungsarbeiten folgen, um die Sicherheit der Brücken wieder herzustellen.

Quelle: ADAC (ots)

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