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Polizei warnt vor Sicherheitsrisiko in NRW durch No-Deal-Brexit

Archivmeldung vom 11.07.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.07.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Jeff Djevdet, on Flickr CC BY-SA 2.0
Bild: Jeff Djevdet, on Flickr CC BY-SA 2.0

Die Polizei in NRW befürchtet im Falle eines ungeregelten britischen EU-Austritts Sicherheitsrisiken. Michael Mertens, NRW-Chef der Polizeigewerkschaft GdP, sagte der Düsseldorfer "Rheinischen Post": "Ein ungeregelter Brexit legt den polizeilichen Datenaustausch mit Großbritannien weitgehend lahm. Ein Transit-Land wie Nordrhein-Westfalen, durch das viele europäische Verkehre aus und in Richtung England fließen, ist davon besonders betroffen."

Ein Sprecher des NRW-Innenministeriums bestätigte: "Gespeicherte Daten aus dem Vereinigten Königreich müssten bei Europol zu diesem Zeitpunkt gelöscht werden." Neben der europäischen Polizeibehörde sei auch der wechselseitige Zugriff von Sicherheitsbehörden auf Datenbanken, Analyse- und Recherchewerkzeuge betroffen. "Dies gilt für das Einspeisen wie auch für die Abfrage von Daten", sagte der Sprecher. Polizei-Gewerkschafter Mertens warnte: "Wir dürfen nicht zulassen, dass Straftäter aus Großbritannien in NRW abtauchen können, nur weil die Polizei in NRW nicht mehr weiß, mit wem sie es zu tun hat."

Quelle: Rheinische Post (ots)

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